Neues Volksblatt: "Pisa" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 1. Februar 2006

Linz (OTS) - Dieses Protestgeheul der Genossen war zu erwarten.
Was ist geschehen?
Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer hatte gestern im VOLKSBLATT-Interview gefordert, dass geistig schwerst behinderte Schüler nicht an den Tests für die internationale PISA-Studie teilnehmen, was den PISA-Richtlinien entspricht. Andere Länder hätten solche Schulen nicht im Test, wodurch die österreichischen Ergebnisse im Vergleich zu den anderen nach unten verfälscht würden.
Gleiches sollte mit Gleichem verglichen werden, meint Enzenhofer, nicht mehr und nicht weniger.
Dass das den Sozis nicht passt, war vorauszusehen. Dass sie aber derart ausrasten würden wie SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser, der in einer Aussendung von einer >=inkompetenten Amokfahrt" Enzenhofers schreibt, ist doch etwas überraschend. Und der SPÖ-Landtagsklub unterstellt Enzenhofer, er wolle schwächere Schüler verstecken.
Der Grund für die gespielte Empörung liegt auf der Hand: Es muss alles unternommen werden, damit Österreichs Schüler bei der nächsten PISA-Studie möglichst schlecht dastehen.
Für die Wahlkampf-Munition der SPÖ ist offensichtlich kein Preis zu hoch.

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