High-Tech-Baustoff Spritzbeton

Fortschritte, Innovationen und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Wien (OTS) - Höhere Sicherheitsstandards, vor allem bei Verkehrswegen, der steigende Sanierungsbedarf bei Brücken und Tunnels sowie die knappen öffentlichen Budgets stellen neue Anforderungen an die Technologien in der Betonanwendung. Zunehmende Bedeutung erlangen dadurch innovative Verfahren und die Weiterentwicklung der Technologie bei Spritzbeton.

"Die technische Weiterentwicklungen auf hohem Niveau verschaffen uns nicht nur ein Mehr an Sicherheit, sondern ermöglichen auch rationellere und kostengünstiger Bauweisen sowie rascheren Baufortschritt, erklärte der Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), DI Felix Friembichler anlässlich der am 27. Jänner vom Institut für Betonbau, Baustoffe und Bauphysik der Universität Innsbruck veranstalteten 8. internationalen Konferenz "Spritzbeton-Technologie ´06".

Vielfältige Anwendungen

Verwendet wird Spritzbeton vor allem im Tiefbau, wie beispielsweise beim Tunnelbau, bei der Ausbesserung oder Verstärkung von Betonbauteilen, sowie zur Baugrubenabsicherung. Zunehmend wird Spritzbeton auch von Architekten im Hochbau und bei der Konstruktion von künstlerischen Objekten eingesetzt. Friembichler: "Domenigs Zentralsparkasse mit seinen runden Formen, die in den Jahren 1975 bis 1979 errichtet wurde, hat heute bereits in der Architekturszene Kultstatus erreicht." Bekannt sind auch die Dinosaurier des Styrassic Park der Steiermark. Für komplizierte Formen genügt ein Metallgitter, auf das der Beton aufgetragen wird. Mit schnell erhärtendem Spritzbeton können so Betondicken von bis zu 40 cm auf einmal aufgespritzt werden.

Österreichische Entwicklungen

Das Unternehmen Schretter &Cie aus Vils in Tirol entwickelt seit 25 Jahren Spezialbindemittel zur Herstellung von Spritzbetonen und ist zur Zeit Österreichs einziger Anbieter eines sulfatbeständigen Spritzbindemittels. Diese Eigenschaft ist von besonders hoher Bedeutung bei Vorkommen von sulfatischen Gewässern wie zum Beispiel auch im Raum Wien.

Neu auf den Markt gebracht wurde kürzlich ein Spezialprodukt für Anwendungen im Tunnel- und Stollenbau. Schretter: "Unsere neueste Entwicklung ist ein Spritzbeton der durch Faserbeimengungen das Abplatzverhalten verändert und damit noch höhere Sicherheit gewährleistet." Eingesetzt werden diese Spritzbetone bereits im Lainzer Tunnel der Wiener-Westeinfahrt und im Arlberg Bahn- und Straßentunnel. Weitere Baustellen sind die Tunnelsanierungen zwischen Brenner und Bozen. Bisher wurden in besonders gefährdeten Tunnelabschnitten Brandschutzverkleidungen angebracht, die hohe Montage- und Materialkosten von etwa 30 Euro je Quadratmeter nach sich zogen. Schretter: "Durch die Beimischung von zirka ein bis zwei Kilogramm Polypropylenfasern pro Kubikmetern Beton wird ein gleich hohes Sicherheitsniveau deutlich kostengünstiger erreicht."

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