Bures zu Grasser-Bauernhof: Hat Grasser bereits Gesetze gebrochen?

Grasser und Swarovski offensichtlich nichts zu peinlich, um rechtlich nicht korrekten Weg zu beschreiten

Wien (SK) - "Das heutige Geständnis von Landeshauptmann Van Staa, dass er persönlich Finanzminister Grasser über die Modalitäten für die Anmietung eines Tiroler Bauernhofs informiert habe, lässt daraufhin schließen, dass Van Staa die Kartoffel nun zu heiß wird und er deshalb die Flucht nach vorne antritt", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures. Die nun plötzlich erfolgende Vorwärtsstrategie des Landeshauptmannes nähre nämlich den Verdacht, dass bereits Gesetze im Zusammenhang mit dem Grasser-Bauernhof übertreten wurden, so Bures. Denn es sei ziemlich verwunderlich, dass Van Staa erst nach intensiver Medienberichterstattung einfällt, dass er Grasser falsch informiert haben will, so Bures Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Van Staa würde einen für einen Landeshauptmann schwerwiegenden Fehler - falsche Informationen in einer wichtigen Rechtsfrage erteilt zu haben - wohl nicht freiwillig zugeben, wenn es nur darum geht, ob Grasser dieses Anwesen anmieten darf oder nicht. Es ist daher anzunehmen, dass bereits Umbauten von Grasser getätigt wurden, obwohl dies gesetzlich nicht erlaubt ist. Es stelle sich daher die Frage, ob Van Staa nicht doch von vornherein genau über die Art des Hofes Bescheid wusste, so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin.

Zu der Aussage von Fiona Swarovski, dass sie selber nun Bäuerin werden will, um den Hof mieten zu können, sagte Bures: "Diesem Paar Grasser/Swarovski ist offensichtlich nichts zu peinlich, um einen rechtlich nicht korrekten Weg beschreiten zu können und um sich den Hof unter den Nagel zu reißen."

"Da Van Staa die Angelegenheit über Grassers Bauernhof zur Chefsache erhoben hat, übernimmt er nun auch die volle Verantwortung für alle Vorgänge in diesem Fall", unterstrich Bures. Sie forderte abschließend, dass alle weiteren Schritte in dieser Sache - wie die Hofbegehung kommenden Donnerstag - in voller Transparenz erfolgen müssen. (Schluss) ns

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