Illegales Visum für Drogenboss

Wien (OTS) - Die Visa-Affäre hat ganz konkrete Auswirkungen auf
die Kriminalität in Österreich, das zeigt auch der Fall den die ProSieben Austria TopNews heute um 20 Uhr aufdecken.

Am 6. September wird der Nigerianer Solomon O. in Linz verhaftet. Der Mann wird bei der Übergabe von 17 Kilo Kokain geschnappt. Anschließend fangen Drogenfahnder am Flughafen Schwechat eine weitere Sendung für den verhafteten mutmaßlichen Drogenboss ab - noch einmal 13 Kilo Kokain.

Ein- und ausreisen konnte Solomon O. schon lange vorher völlig unbehelligt - schließlich hatte der Mann ein gültiges Visum. Ausgestellt von einem österreichischen Konsul der Botschaft in Nigeria - ohne dass dieser, wie das zwingend vorgeschrieben ist, mit dem österreichischen Innenministerium Kontakt aufgenommen hätte. Ob und wie viel Geld der österreichische Diplomat für diese "bevorzugte Behandlung" von der Drogenmafia kassiert hat, untersucht derzeit das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) des Innenministeriums. Die Anklageschrift gegen den 39-jährigen Solomon O. liegt am Landesgericht für Strafsachen in Linz auf, dem österreichischen Konsul wurde vorerst nur die Unterschriftenbefugnis entzogen.

Dieser Fall zeigt deutlich, dass gerade Kriminelle, die über die entsprechenden Mittel verfügen, von den "Visa-Supermärkten" an österreichischen Botschaften profitiert haben. Menschen, die ein Anrecht auf ein österreichisches Visum hätten und es auf legale Weise erwerben wollen, wird das Leben hingegen schwer gemacht.

Mehr dazu heute um 20 Uhr in den ProSieben Austria TopNews.

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