Schasching: Der Sport braucht eine EU-Verfassung

Wien (SK) - Die richtigen Rahmenbedingungen für den Sport zu schaffen, mehr Menschen zu Bewegung und Sport zu motivieren und somit einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge zu leisten, ist der SP-Abgeordneten zum Nationalrat und Präsidentin der ASKÖ Wien Beate Schasching ein wichtiges Anliegen. Sport wird in der EU-Politik allerdings stiefmütterlich behandelt. "Sport alleine gilt in der EU von Jugend- und Bildungsprojekten", erklärt die Sportexpertin Schasching. ****

Über die Bedeutung von Sport als sozialer, integrativer, gesundheitlicher und wirtschaftlicher Faktor gebe es mittlerweile jedoch keinen Zweifel mehr. Wissenschaftliche Studien belegen die verheerenden Auswirkungen von Bewegungsmangel auf die Gesundheit. So hat zum Beispiel die Fettleibigkeit von Kindern in der Europäischen Union und die sich daraus ergebenden Gesundheitsschäden mittlerweile erschreckende Ausmaße angenommen, wie Prof. Dr. Wolf-Dietrich Brettschneider von der Universität Paderborn im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Bundessportorganisation zur EU-Präsidentschaft von Österreich berichtete.

Paradox erscheinen der Abgeordneten Beate Schasching im diesem Zusammenhang die Schulstundenkürzungen im Unterrichtsgegenstand Sport- und Bewegung, die die Bildungsministerin Gehrer zu verantworten hat. "Die Prioritäten der Regierung liegen eindeutig in anderen Bereichen. Von Prävention zum Wohle der Kinder hält sie offensichtlich nichts", so Schasching. Sie verweist im Gegensatz dazu auf das Schulsportprogramm der SPÖ, das die Einführung einer täglichen Sport- und Bewegungseinheit in den Schulen fordert. "Österreichs EU-Ratsvorsitz muss unbedingt auch für einen neuen Anlauf zur Realisierung einer europäischen Verfassung genützt werden, denn nur so kann sichergestellt werden, dass im gesamten europäischen Raum weiterführende Maßnahmen im Bereich Sport entwickelt werden. Die Kompetenz wird dann zwar weiterhin bei den einzelnen Mitgliedstaaten liegen und auch die Autonomie der Sportdachverbände wird erhalten bleiben, die Einbindung der europäischen Dimension hätte allerdings für den Sport viele Vorteile in Bezug auf Sportförderung und gemeinsame Projekte", erklärte Schasching.

Daher Schaschings Appell an die Bundesregierung: "Sport ist kein Anhängsel, sondern muss auch im europäischen Kontext die Bedeutung erlangen, die er verdient. Der Bundeskanzler muss sich daher in seiner Ratspräsidentschaft für die Realisierung der EU-Verfassung einsetzen. Denn jede Investition und Förderung von Sport zahlt sich aus und jede Kürzung rächt sich doppelt." (Schluss) wf/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0013