IV-Beyrer begrüßt Mittelstandspaket

Gegen Ausspielen von großen gegen kleine Betriebe - Leistung muss sich lohnen - IV begrüßt Spenden-Absetzbarkeit

Wien (OTS) - (PdI) Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt das in Diskussion befindliche Paket mit Schwerpunktmaßnahmen für kleine und mittlere Betriebe. "Wir halten ein solches Paket für prinzipiell richtig. Es ist der nächste logische Schritt", erklärte IV-Generalsekretär Mag. Markus Beyrer bei einer Pressekonferenz heute, Dienstag, in Wien. Die IV habe sich stets mit wirtschaftlichen Entlastungsvorschlägen eingebracht. Es sei positiv, dass bereits jetzt an konkreten Maßnahmen gearbeitet werde. "Für die Industrie steht dabei im Mittelpunkt, dass sich Leistung lohnen muss", betonte Beyrer.

Die IV werde das Paket nach Vorliegen in seiner Gesamtheit bewerten. "Nicht vorstellbar" seien Schnitte durch die lebende Wirtschaft - gemeint sind damit Maßnahmen, die beispielsweise nur bis zu 25 Beschäftigte gelten, betonte Beyrer. Diese wäre ordnungspolitisch bedenklich, ökonomisch unsinnig und beschäftigungshemmend.

Vier Punkte seien aus Sicht der Industrie wesentlich. Sehr mittelstandsrelevant wären Erleichterungen bei der Vererbung und Schenkung von Betriebsvermögen. Hier seien sehr oft auch Familienbetriebe betroffen. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Abschaffung der Gesellschaftssteuer. Es gelte, "die Eigenkapitalzufuhr für Unternehmen zu erleichtern". Die Besteuerung dieser sei international ein österreichisches Spezifikum.

Als dritten Punkt plädierte Beyrer für einfachere Gesetze. "Langwierige Verwaltungsverfahren und unnötig komplizierte Gesetze lasten auf KMU ungleich höher als auf größeren Unternehmen. Im Zuge der "better regulation"-Maßnahmen in der EU gibt es hier noch Potenzial auf nationaler Ebene", so der IV-Generalsekretär, der sich gleichzeitig für eine effektive Gesetzesfolgenabschätzung aussprach. Ebenfalls sinnvoll ist für die Industrie eine rechtsformneutrale Besteuerung. Diese kann am einfachsten dadurch erreicht werden, dass Personenunternehmen die Option eingeräumt wird, nach dem System der Körperschaftssteuer, wie Kapitalgesellschaften besteuert zu werden, wie z.B. in Frankreich oder Dänemark. Derzeit bestünden Nachteile für Personenunternehmen.

Die Diskussion über die Frage "große gegen kleine Betriebe" bezeichnete Beyrer als "virtuell". Gerade die aktuellen Exportzahlen würden diesen scheinbaren Widerspruch deutlich auflösen. Große Betriebe würde einerseits für kleinere oder mittlere oft als "Door opener" in neue Märkte wirken und andererseits erfolgreiche Exportunternehmen mit Zulieferer aus dem Bereich der KMU eng zusammenarbeiten. Der IV-Generalsekretär wies darauf hin, dass 14 große Leading Competence Units (LCU) in Österreich 10.000 Klein- und Mittelbetriebe als Zulieferer hätten.

Die gestern beschlossene zukünftige steuerliche Absetzbarkeit von Spenden sei "als sinnvolle Maßnahme sehr zu begrüßen", so der IV-Generalsekretär weiter. Die IV habe das immer unterstützt, um das gesamtgesellschaftliche Engagement von Unternehmen zu fördern und zu honorieren. Beyrer verwies auf Umfragen, dass die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden bei fast 80 Prozent der befragten Unternehmen zu stärkerer Unterstützung von gemeinnützigen Einrichtungen und Initiativen führen würde.

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