Agrana-Sozialplan: Verhandlungen gehen weiter - Für AKNÖ noch viele Fragen offen

Am 13. Februar, nächstes Treffen mit Unternehmensspitze - Ersatzarbeitsplätze "in Schwebe"

Wien (aknoe) - "Der Sozialplan für die Hohenauer Zuckerarbeiter
ist noch lange nicht unterschriftsreif", tritt AKNÖ-Präsident Josef Staudinger allzu optimistischen Pressemeldungen der letzten Tage entgegen.

Die Gespräche vom vergangenen Freitag wurden vorerst ohne konkrete Ergebnisse bei den freiwilligen Abfertigungen auf Montag, 13. Februar, vertagt. In die Gespräche sind die AKNÖ, der Hohenauer Betriebsrat, die Gewerkschaften ANG und GPA sowie die Geschäftsleitung eingebunden. Nach Ansicht der Belegschaftsvertreter und der Niederösterreichischen Arbeiterkammer ist die Dotierung des Sozialplanes noch nicht ausreichend. Fix ist nur die Finanzierung der Arbeitsstiftung durch die Agrana-Zucker GmbH. "Da die Ersatzarbeitsplätze jedoch in Schwebe sind und es darüber keine konkreten Abmachungen gibt, ist die Zahl der Teilnehmer in der Arbeitsstiftung noch ungewiss", rückt AKNÖ-Experte Dr. Josef Leitner die dramatischen Auswirkungen der Fabrikschließung wieder ins rechte Licht. Nach Pischelsdorf in das neue Bioäthanolwerk auszupendeln, hieße für viele ehemalige Zuckerarbeiter tägliche Anfahrtswege von 100 km und mehr bei gleichzeitigem Lohnverlust in Kauf zu nehmen. Außerdem bietet die neue Agrana-Bioenergieanlage nur wenige Dutzend Arbeitsplätze, die auch für Arbeiter der Tullner Zuckerfabrik in Frage kommen. Jede Zuckerfabrik steht unter großem Rationalisierungsdruck, daher können die Arbeitsplätze in Pischelsdorf nicht zweimal vergeben werden, rät die AKNÖ zu einer realistischen Betrachtung der Arbeitsplatzmisere im nord-östlichen Niederösterreich.
AKNÖ-Präsident Staudinger: "Willensbekundungen alleine werden für einen erfolgreichen Abschluss des Sozialplanes nicht reichen. Es müssen konkrete Zusagen auf den Tisch. Die Zuckerarbeiter haben jahrzehntelang für die Gewinne der Zuckeraktionäre gesorgt. Wir beobachten wieder, wie die Aktienkurse in die Höhe und die zukünftigen Einkommen der Arbeiterfamilien im freien Fall nach unten gehen."

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1247
peter.sonnberger@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0002