No-Go-Card: Chaos nach "nächtlichen Blitzreparaturen" endgültig perfekt

E-Card-Vollbetrieb überfordert Hauptverbands-Software - Updates während der Nacht legen Wiener Ordinationen lahm

Wien (OTS) - Die Wiener Ärztinnen und Ärzte schlagen verzweifelt Alarm: Seit die E-Card in Österreich flächendeckend ausgerollt ist und auf Vollbetrieb läuft, zeigt sich die wahre Qualität der Hauptverbands-Technik: Sie ist komplett überlastet, was durch genaue technischen Aufzeichnungen klar belegbar ist. Der Wiener Ärztekammerpräsident Walter Dorner ist verärgert: "Die panikartigen nächtlichen Updates des Hauptverbands bringen der Wiener Ärzteschaft jeden Morgen ein böses Erwachen. Bei Ordinationsbeginn funktioniert gar nichts, die Leitungen und die GINA-Box sind bis zu zwei Stunden tot." ****

Dorner: "Es ist höchst an der Zeit, dass irgendjemand im Hauptverband für dieses Fiasko Verantwortung übernimmt. Die Wiener Ärzteschaft ist verzweifelt und möchte endlich mit einem funktionierenden System arbeiten." Die Folgen dieser Systemabstürze legen am Morgen den gesamten Ordinationsbetrieb lahm: überbordende Wartezimmer mit verärgerten Patienten und gestressten Ordinationshilfen, die stundenlang mit einer komplett überforderten Hauptverbands-Hotline telefonieren.

Mehrere Hunderttausend Euro Schaden durch Systemausfälle

Den Wiener Ärztinnen und Ärzten entstehen durch die Systemausfälle finanzielle Schäden in Höhe von insgesamt mehreren Hunderttausend Euro. Dorner: "Die technischen Probleme in den Ordinationen werden vom Hauptverband durch seine nächtlichen Updates verursacht. Zur Kasse werden aber die Ärzte gebeten. Nachdem der Hauptverband nicht in der Lage ist, das Problem zu lösen, müssen private Techniker einspringen. Die Kosten dafür tragen aber zu 100 Prozent die Ärzte."

Dorner sieht die "maßlose Arroganz des Hauptverbands" als ein grundsätzliches Problem. Anstatt endlich eine konstruktive Gesprächsebene mit allen Beteiligten zu suchen, verliere man sich in Ausreden und versuche wieder einmal, die Ärzte "als EDV-Trotteln darzustellen", so der Ärztechef. "Uns reicht es. Wenn der Hauptverband seine technischen Probleme nicht bald in den Griff bekommt, müssen wir darüber nachdenken, durch welche juristischen Schritte der Hauptverband für die entstandenen finanziellen Schäden zur Verantwortung gezogen werden kann", betonte Dorner abschließend. (bb/cf)

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