SJÖ zu Elite-Universitäten: Mehr Uni-Budget statt absurdem Standortwettbewerb

Sozialistische Jugend fordert Erhöhung des Universitäts-Budgets auf mindestens 2,5 % des BIP

Wien (OTS) - Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen
Jugend Österreich (SJÖ), lehnt den Bau einer Elite-Universität vehement ab. Der aktuelle Standortwettbewerb zeige die Absurdität der aktuellen bildungspolitischen Debatte. "Trotz der enormen Defizite im Schulbereich, des chronischen Geldmangels der Unis und dem Desaster der Zugangsbeschränkungen scheint es, als sei diese Eliteuni derzeit das einzige bildungspolitische Projekt, das ernsthaft betrieben wird. Es ist ein schlechter Witz, dass man, während das Bildungssystem auf allen Ebenen seit Jahren kaputt gespart wird, die Finanzierung einer Universität debattiert, die nur einem kleinen Zirkel von Privilegierten zugute kommt", so Dvorak am Dienstag.

Die kolportierte Privatfinanzierung ist für Dvorak ein Deckmantel, um mit dem Geld der Gesamtbevölkerung die Bildung weniger zu finanzieren: "Wenn gleichzeitig mit der Gründung einer Elite-Uni eine Steuerreform im Gespräch ist, die die Reichen noch weniger zahlen lässt, dann geht die Finanzierung einer solchen Bildungseinrichtung definitiv zulasten der öffentlichen Hand."

Dvorak fordert an Stelle der geplanten Elitenförderung eine Erhöhung des Universitätsbudgets auf mindestens 2,5 % des BIP. "Seit 2000 hat die Regierung den Anteil des Universitätsbudgets von 1,22 % des BIP auf knapp 1 % reduziert. Die damit verbundenen Defizite im Wissenschaftsbereich nimmt die Regierung nun zum Anlass, um die Gründung einer Elite-Einrichtung zu rechtfertigen. Wenn wir ein hochwertiges Bildungssystem haben wollen, dann müssen wir dafür aber Geld in die Hand nehmen, statt dies z.B. für teures Kriegsgerät zu verschwenden. Auch wenn die Regierung ihre High-Tech-Lenkwaffen nicht direkt auf die Universitäten richtet, der Effekt ihrer absurden Prioritätensitzung ist ähnlich katsatrophal", so Dvorak abschließend.

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