Niederwieser: Gehrer soll Amokfahrt von Enzenhofer stoppen

Ungeheuerliche Idee von PISA-tauglichen und nicht-tauglichen Schulen

Wien (SK) - "Es ist ungeheuerlich, was der oberösterreichische Landesschulratspräsident für die bevorstehende PISA-Studie 2006 verlangt", reagiert SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser auf die im heutigen "Neuen Volksblatt" getätigte Aussage Enzenhofers, Schulen, die nicht PISA-tauglich sind, aus der Wertung zu nehmen. "Wenn die Politik jetzt mit den unterschiedlichsten Mitteln versucht, in die PISA-Testung einzugreifen, nur um bessere Ergebnisse zu erzielen, machen wir uns international lächerlich", betonte der SPÖ-Bildungssprecher und verlangt von Gehrer, "diese Amok-Fahrt ihres schwarzen Kollegen zu stoppen".

Enzenhofer solle sich lieber um seinen Verantwortungsbereich kümmern und dafür sorgen, dass in Volks- und Hauptschulen den SchülerInnen die Kenntnisse gut vermittelt werden, "dann würden auch die PISA-Ergebnisse in den Berufsschulen passabler sein", so Niederwieser Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Auch die Feststellung Enzenhofers, eine Integrationsschule sei nicht PISA-tauglich, werfe auf einen Landesschulratspräsidenten ein sonderbares Licht. "Dass Integration im Schulbereich noch immer nicht selbstverständlich und Inklusion überhaupt ein Fremdwort ist, ist ein österreichisches Problem und nicht eines, das man PISA anlasten kann", betonte der SPÖ-Bildungssprecher.

Die OECD untersucht bei der internationalen PISA-Studie rund 5.000 SchülerInnen in jedem Land. Wolle man einen repräsentativen Querschnittvergleich innerhalb Österreichs, müsse man die Zahl der zu testenden SchülerInnen auf 20.000 aufstocken und nicht wie Enzenhofer ungeheuerliche Ideen anstellen, welchen Schulen die Teilnahme an der PISA-Testung verweigert werden soll, betont Niederwieser und verlangt abschließend von Ministerin Gehrer eine Klarstellung, "denn schließlich ist das Bildungsministerium Auftraggeber der PISA-Studie und wird dort auch fachlich bestens betreut". (Schluss) cs/mm

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