Grüne Wien fordern Schaffung von Aufenthaltsträumen für suchtkranke Menschen

FSW-Studie übt vernichtende Kritik an der Schutzzone Karlsplatz

Wien (OTS) - Durch eine Studie des Fonds Soziales Wien sehen sich die Grünen Wien in Ihrer Kritik an den Schutzzonen vollinhaltlich bestätigt. In der Untersuchung des Team Focus wird massive Kritik an den fragwürdigen Maßnahmen geübt: Die Schutzzone Karlsplatz führt laut den ExpertInnen zu einer Verlagerung der Szene in Richtung der Geschäftspassagen, erhöht die Aggressivität der Szene sowie das Konfliktpotential vor Ort und beeinträchtige die ansässigen Geschäfte.

Für Heidi Cammerlander, Sozialsprecherin der Grünen Wien beweise die FSW-Studie nur, was vielen ExpertInnen bereits von Beginn an klar war: "Die ‚Szene’ wird sich durch Verbotszonen nicht in Luft auflösen, sondern auf andere Plätze ausweichen. Die Erkenntnis, das dies zu mehr Konflikten und Aggressivität führen wird, hätte die Stadt Wien auch billiger erfahren können. Sie hätte dafür nur auf Ihre ExpertInnen hören müssen".

Cammerlander hofft, das die Politik zumindest jetzt die richtigen Erkenntnisse zieht und endlich jene Aufenthalträume für suchtkranke Menschen einrichtet, die SozialarbeiterInnen, ExpertInnen und die ansässigen Geschäftsleute unisono forderten. "Die Szene am Karlsplatz ist nicht ‚verlagerbar’. Das bestätigt uns auch die Polizei. Nun geht es darum, Vorraussetzungen zu schaffen, die ein friedliches Miteinander aller NutzerInnen dieses öffentlichen Räumes ermöglicht. Aufenthaltsräume für suchtkranke Menschen sind hier ein erster wichtiger Schritt", betont Cammerlander abschließend.

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