Bezirksmuseum Josefstadt: Schöne Möbel um wenig Geld

Ausstellung "Das SW-Projekt" bis 29. März: Mittwoch (18 bis 20 Uhr) und Sonntag (10 bis 12 Uhr), Eintritt frei.

Wien (OTS) - Mit einer liebevoll arrangierten Sonder-Ausstellung erinnert das Bezirksmuseum Josefstadt (Wien 8., Schmidgasse 18) an eine erfolgreiche Möbel-Aktion. Stadt Wien und Gewerkschaft führten von 1954 bis 1969 ein Projekt im Zeichen der "Sozialen Wohnkultur (SW)" durch. Arbeitnehmer konnten damals schöne und praktische Möbelstücke zu günstigen Preisen erwerben. Spezielle Kredite mit moderaten Konditionen erleichterten den Ankauf. Bis Mittwoch, 29. März, werden im Rahmen der Schau "Das SW-Projekt" zwei komplett mit SW-Mobiliar ausgestattete Wohnzimmer gezeigt. Nostalgiker blicken auf die einstmals moderne Einrichtung, vom roten Fauteuil bis zum Couchtisch mit schwarzer Glasplatte, mit Wohlgefallen. Die Ausstellung ist Mittwoch (18 bis 20 Uhr) und Sonntag (10 bis 12 Uhr) geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

Ein alter "Musik-Schrank" darf nicht fehlen...

Von der Sitzbank bis zum Bücherregal reichen die ausgestellten SW-Möbel. Vom Esstisch samt Stühlen bis zur Anrichte sieht man viele gute Beispiele für die "Soziale Wohnkultur". Ein "Musik-Schrank" war früher in so manchem Haushalt zu finden und darf daher im Josefstädter Bezirksmuseum auf keinen Fall fehlen. Die ehrenamtlichen Bezirkshistoriker vervollständigen den Rückblick auf die Möblierungsaktion mit einer Fülle anderer Exponate. Die breite Palette an Schaustücken erstreckt sich von Porzellan bis hin zum Rundfunkgerät. Das "Kleine Schwarze" und das Mini-Kleid stehen für die frühere Damenmode, mit einer Bodenbürste sorgten fleißige Hände in alten Tagen für Reinlichkeit.

Eine informative Broschüre ergänzt die Sonder-Ausstellung, die Publikation ist direkt im Bezirksmuseum Josefstadt zu beziehen. Der "Österreichische Gewerkschaftsbund" (Gewerkschaft Bau-Holz) war maßgeblich am Erfolg der SW-Möbelaktion beteiligt. Seitens der Stadt Wien wurde für Finanzierungsmöglichkeiten gesorgt. Im Jahre 1954 präsentierte der damalige Bürgermeister von Wien, Franz Jonas, die Aktion der Öffentlichkeit. Zuweilen machten bis zu 26 Erzeugerfirmen beim Projekt mit. Bei ca. 300 Händlern wurde das gefragte Mobiliar angeboten. Später besserte sich die wirtschaftliche Lage und 1969 erfolgte die Einstellung der Möblierungsinitiative.

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