Pirklhuber: Gravierende Sicherheitsbedenken gegen Monsanto-Gentech-Mais MON 863

Grüne verlangen weitere Importverbote von Gentech-Produkten

Wien (OTS) - "Das von Rauch-Kallat angekündigte Verbot der Rapssorte GT 73 ist ein erster Schritt in die von uns geforderte Richtung. Das nächste Gentech-Produkt, über das die Gesundheitsministerin Rauch-Kallat dringendst ein Importverbot verhängen muss, ist der Gentech-Mais MON 863 von Monsanto", fordert Wolfgang Pirklhuber, Sprecher für Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit anlässlich des morgigen Gesundheitsausschusses, wo mehrere Anträge der Grünen für Gentechnik-Import-Verbote auf der Tagesordnung stehen.

"Der bisher als Futtermittel EU-weit zugelassene Gentechnik-Raps GT 73 könnte durch unvermeidbare Rückstände in LKWs bei der Manipulation des Ladegutes und bei Verarbeitungsvorgängen verschleppt und damit unbeabsichtigt angebaut werden. Das Importverbot ist daher die einzige logische Antwort um das Auskreuzen in die Natur zu verhindern und einen irreversiblen Schaden abzuwenden", erklärt der Abgeordnete.

"Konsequent wäre es daher, auch den Mais MON 863, der ein Insektengift eingebaut hat und von dem bekannt wurde, dass Ratten, die versuchsweise damit gefüttert worden waren, Abnormalitäten im Blutbild aufwiesen, im Sinne des Vorsorgeprinzips sofort mit einem Importverbot zu belegen", fordert Pirklhuber von Gesundheitsministerin Rauch-Kallat.

"Es dürfen keine weiteren gentechnisch veränderten Organismen zugelassen werden, solange die Europäische Lebensmittelagentur nicht in der Lage ist, eine ausreichende und unabhängige Risikobewertung sicher zustellen und solange das Zulassungsverfahren nicht geändert wird sowie die überwiegende Mehrheit der KonsumentInnen die Gentechnik in der Landwirtschaft und bei Lebensmitteln ablehnt," verlangt Pirklhuber.

"Die österreichische Ratspräsidentschaft muss genützt werden, um eine Orientierungsdebatte über das Risiko Agro-Gentechnik zu führen und die gesamte europäische Gentechnik-Zulassungspraxis zu hinterfragen," fordert Pirklhuber. Die Risikobewertungen der Europäischen Lebensmittelagentur EFSA seien unverantwortlich, da sie praktisch ausschließlich positive Gutachten zu allen Zulassungsanträgen ausstelle und sich dabei an den Unterlagen der Gentech-Konzerne orientiere, ohne unabhängige weitere Gutachten einzuholen. Und die Kommission orientiere sich wiederum ausschließlich an den Gutachten der EFSA und genehmige de facto alle Gentech-Produkte, auch wenn im Rat eine klare Mehrheit der Mitgliedstaaten dagegen sei, erläutert Pirklhuber.

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