Neues Volksblatt: "Aber bald" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 31. Jänner 2005

Linz (OTS) - Über Jahre und über Parteigrenzen hinweg - sieht man von der SPÖ ab, die offenbar auch hier nur nach Haaren in der Suppe zu suchen weiß - gingen die Forderungen nach einer steuerlichen Absetzbarkeit von Privatspenden für soziale Zwecke. Budgetär zu teuer, hieß es immer wieder aus dem Finanzministerium. Und auch der jüngste Anlauf der Hilfsorganisationen brauchte eine Menge Hartnäckigkeit bis zum jetzigen Erfolg. Ein Erfolg mit Schönheitsfehler: Denn natürlich fehlt dem nun vereinbarten Modell, das zweifellos auch zur Belebung des Sozialsystems beitragen wird, noch Entscheidendes - der Termin des Inkrafttretens. Dass ein fertiger Gesetzesentwurf dazu noch bis Mai braucht, ist verständlich. Ebenso, dass ein Beschluss im bereits beginnenden Wahlkampf mit seinen Auseinandersetzungen vermieden werden soll, folglich also erst für nach der nächsten Wahl angepeilt wird. Weder für Hilfsorganisationen noch für deren Spender verständlich wäre es freilich, würde man sich jetzt auf ein Absetzmodell einigen, dessen Umsetzung aber bis zum St. Nimmerleinstag vertagen. Nach der Wahl sind hier alle Parteien gleichermaßen gefordert.

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