Energieeffizienz ist mehr als Energiesparen

Frais: "60 bis 70 Prozent Subvention sind dem Steuerzahler nicht zumutbar"

Linz (OTS) - "Österreichs Selbstversorgung bei Energie kann nicht nachhaltig durch Ökoenergieanlagen erhöht werden, bei denen die Stromerzeugung laut Energie-Control zu 60 bis 70 Prozent aus Geldern der Steuerzahler und Stromkunden gefördert werden muss. Für nachhaltige Energie-Selbstversorgung braucht Österreich neben Effizienzsteigerungen durch Energiesparmaßnahmen gezielte Forschungsförderung zur Steigerung der Effizienz von Ökoenergieanlagen. Das Versorgungsproblem kann nicht dadurch gelöst werden, dass primär die Konsumenten finanziell in die Pflicht genommen werden. So steigen die Ökostromsubventionen von 156 Millionen Euro im Jahr 2005 um mehr als 60 Prozent auf 250 Millionen Euro im Jahr 2007. Es ist jetzt dringend nötig, dass mehr geforscht wird, damit mehr Ökoenergie zu günstigen Preisen angeboten werden kann", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

Energieeffizienz kann von vielen Seiten gesehen werden: Etwa aus der Sicht des Konsumenten, der die Energie möglichst effizient und damit sparsam einsetzen soll. Auch die Erhöhung des Wirkungsgrads einer Technologie gehört zur Steigerung der Energieeffizienz - ein Beispiel sind etwa künftig LED-Leuchten, die im Verhältnis zum Stromverbrauch viel mehr Licht als herkömmliche Glühbirnen liefern. Zur Energieeffizienz gehört aber jedenfalls auch die Verbesserung des Wirkungsgrads von Öko-Kraftwerken.

Es kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, dass die Stromerzeugungskosten bei Ökoenergie in so hohem Maße subventioniert werden müssen:
Windkraft 42 Prozent Subvention
Biomasse fest (<5MW), Biogas (<500kW) 70 Prozent Subvention

Biomasse fest Durchschnitt 60 Prozent Subvention Biogas 64 Prozent Subvention Photovoltaik 93 Prozent Subvention

Frais befürwortet den Ausbau von Ökostromanlagen, gibt aber zu bedenken: "Es muss allen Beteiligten klar sein, dass die wachsenden Subventionen nicht auf dem Rücken der Steuerzahler und Stromkunden abgeladen werden können. Deshalb sind vordringlich Maßnahmen zur technologischen Weiterentwicklung der Ökoenergieanlagen zu setzen. Dadurch wird auch sicher gestellt, dass es zu keinem technologischen Stillstand, sondern zu laufenden Verbesserungen am Ökoenergiesektor kommt".

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (o732) 7720-11313SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40002