Leitl: Export bleibt das "Running Horse" der österreichischen Wirtschaft

Exportzuwachs schuf 38.500 Jobs - 2005 erstmals mehr österreichische Investitionen im Ausland als ausländische Investitionen in Österreich

Wien (PWK042) - "Die tollste Erfolgsgeschichte, die Österreich im europäischen Vergleich aufzuweisen hat, ist der Export. Der Export ist und bleibt das ‚Running Horse’ der österreichischen Wirtschaft", betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl, bei der heutigen Pressekonferenz zur Exportbilanz 2005. Gemeinsam mit Peter Hackl, Generaldirektor der Statistik Austria, präsentierte Leitl die Außenhandelsergebnisse des abgelaufenen Jahres basierend auf den bisher vorliegenden Daten von Jänner bis November 2005.

Leitl wies darauf hin, dass das von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ für 2005 angepeilte Ziel von 6% Exportwachstum zwar knapp verfehlt wurde, der Zuwachs mit einem erwarteten Plus von 5% bis 5,5% aber immer noch über den Prognosen der Wirtschaftsforscher (4%) liegt. Nach dem hervorragenden Ergebnis 2004 (14%) und den erschwerten weltwirtschaftlichen Bedingungen 2005, sei diese Steigerung ein großer Erfolg. Leitl: "Alleine durch diesen Zuwachs der Exportwirtschaft wurden im vergangenen Jahr Waren im Wert von über 90 Mrd. Euro exportiert, 38.500 neue Jobs geschaffen und 1,5 Mrd. Euro mehr Staatseinnahmen erzielt. Außerdem haben wir in den letzten zwei Jahren einen Exportzuwachs von 20% erzielt." Insgesamt sichert der Export jeden zweiten Arbeitsplatz in Österreich. "Österreich ist in der Gesamtentwicklung seit dem Jahr 2000 auch Exporteuropameister mit einem Zuwachs von 44%", sagte Leitl. Seit der Euro-Einführung wurde ein jährliches Durchschnittswachstum von 8% erreicht. Leitl: "Das ist ein doppelt so hoher Zuwachs, wie ihn etwa Frankreich, Italien oder Finnland erreicht haben." Besonders hervorzuheben sei auch, dass 2005 erstmals mehr österreichische Investitionen im Ausland (52 Mrd. Euro) als ausländische Investitionen in Österreich (50 Mrd. Euro) getätigt wurden.

Die wichtigsten Exportbranchen der österreichischen Wirtschaft sind der Energie- und Umweltsektor, die Nahrungsmittelbranche und der Zulieferbereich für die Kfz-Industrie. Leitl: "Österreichische Produkte sind auf der einen Seite mittlerweile auch im Hightech-Bereich nicht nur leistungs- sondern vor allem auch international wettbewerbsfähig, andererseits sorge Österreich auch im Nahrungsmittelbereich für Furore. Der ‚Feinkostladen Österreich’ ist weltweit gefragt."

Im Augenblick sind 26.000 österreichische Unternehmen im Export tätig und die AWO ist bei ihrem im Jahr 2000 gesteckten Ziel, bis 2007 die Zahl der Exporteure von damals 19.000 auf 30.000 zu erhöhen, am besten Weg. 2006 werde auch erstmals die magische 100 Mrd. Euro Grenze beim Exportvolumen überschritten, rechnet Leitl: "Wenn wir zu den Warenexporten auch die damit direkt verbundenen österreichischen Dienstleistungsexporte dazuzählen, dann haben wir diese Grenze schon jetzt erstmals deutlich überschritten." Für 2006 erwartet Leitl ein Exportplus von rund 7%, dadurch bedingt 50.000 neue Jobs und 2 Mrd. Euro mehr an Einnahmen für die öffentlichen Kassen. Walter Koren, Leiter der AWO, wies darauf hin, dass "wir an diesen Zielen schon sehr nahe dran’ sind." Mit dem Herzstück der AWO, den 106 Stützpunkten im Ausland, "werden wir diese Ziele auch erreichen", so Koren. Alleine heuer bietet die AWO den österreichischen Unternehmen 856 exportrelevante Veranstaltungen im In- und Ausland. Die Leistungen der AWO werden von den heimischen Firmen auch immer stärker genutzt, wie eine aktuelle Market-Studie belegt. Sowohl der Bekanntheitsgrad, als auch die Zufriedenheit mit den Leistungen habe im Beobachtungszeitraum (2 Jahre) enorm zugelegt. (BS)

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