Erfolg für Hilfswerk-Initiative: Finanzminister Grasser sagt Spendenabsetzbarkeit zu

Präsident Othmar Karas: "Ein Meilenstein! Das gemeinsame Papier der Arbeitsgruppe wird bis April Gesetzesentwurf!"

Wien (OTS) - Die Initiative und die Ausdauer des Hilfswerks zur Erreichung der Spendenabsetzbarkeit haben sich ausgezahlt. Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Hilfswerk-Präsident Othmar Karas haben heute, Montag, im Finanzministerium bekräftigt, dass sie voll hinter den Ergebnissen der von Karas und Grasser initiierten gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Vertretern von NPOs und der Ministerien BMF, BMSG und BmaA stehen. Der Gesetzesentwurf wird noch bis April dieses Jahres ausgearbeitet, und der Finanzminister gab eine Verwendungszusage, dass die Spendenabsetzbarkeit mit der nächsten Steuerreform auch in Österreich Realität wird.

"Ein Meilenstein!", freut sich Hilfswerk-Präsident Othmar Karas, "Österreich wird endlich die rote Laterne in Europa abgeben. Humanitäre Spenden werden absetzbar! Unsere Argumente Wohlfahrtsgewinn infolge höherer Spenden und Honorierung von Solidarität haben letztlich überzeugt."

Die Chronologie der Arbeitsgruppe Spendenabsetzbarkeit: Am 16. Jänner 2005 vereinbarten Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Hilfswerk-Präsident Othmar Karas die Einsetzung einer Arbeitsgruppe. Am 16. Februar 2005 wurde bei einem Spendengipfel mit den größten NPOs im Finanzministerium die weitere Vorgangsweise beschlossen. Von 7. April 2005 bis 24. Jänner 2006 analysierte die eingesetzte Arbeitsgruppe in 7 Sitzungen die Spendenvolumina und -modelle Österreichs und vergleichbarer Länder, mögliche Kosten und Steuerausfälle sowie Kontrollmechanismen. Schließlich einigte sich die Arbeitsgruppe auf ein gemeinsames Papier, das bis April 2006 in einen Legislativtext gegossen wird. Grasser verpflichtet sich das Modell auch in die Steuerreformgruppe der Koalition einzubringen.

Eckpunkte der neuen Regelung sind: Absetzbarkeit von Spenden für humanitäre und soziale Zwecke sowie für Entwicklungszusammenarbeit bis zu 10% des Jahresgewinns (Unternehmen) bzw des Jahreseinkommens (Private). Die Vertreter der Hilfsorganisationen treten für eine strenge Überprüfung der Mittelverwendung ein und eine Ausweitung der steuerlichen Spendenabsetzbarkeit auch auf ökologische Zwecke.

Fotos vom heutigen Treffen im Finanzministerium liegen im Pressebereich von www.hilfswerk.at zum kostenlosen Download bereit.

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