Sozialistische Jugend: Sozialstaat statt Interventionsarmee!

Auch Milizverbandspräsident kritisiert an Heeresfeform den Schwerpunkt auf Auslandseinsätzen

Wien (OTS) - Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen
Jugend Österreich (SJÖ), schlägt im Zuge der Lenkwaffen-Debatte vor, das Bundesheer gänzlich abzuschaffen. Da die Notwendigkeit eines Bundesheer-Einsatzes im Inland in der Heeresreform ohnehin weitgehend ausgeschlossen werde, könne man gleich auf die Aufrechterhaltung bewaffeter Streitkräfte verzichten.

"Wenn der Präsident des Milizverbandes in der 'Presse' kritisiert, dass mit der Heeresreform der Schwerpunkt auf Auslandseinsätzen liegt, dann stellt das die Sinnhaftigkeit des Bundesheeres erneut in Frage. Für Katastrophenschutz benötigen wir keine Waffen, schon gar nicht millionenschwere Lenkraketen oder milliardenschwere Eurofighter. Wenn für solch unnötiges Gerät das Geld anscheinend da ist, während der Staat sich immer mehr von seinen sozialen Aufgaben entfernt, dann liegen die Bedrohungsbilder unserer Zeit ohnehin woanders", so Dvorak am Montag.

Dvorak spricht sich auch vehement gegen den Einsatz des Bundesheeres im Ausland aus: "Seit Ende des Kalten Krieges befindet sich das Bundesheer in einer Legitimitätskrise. Da es im Inland keine militärischen Aufgaben gibt, wendet man sich dem Ausland zu. Da hat das Heer im Sinne der Neutralität aber nichts zu suchen. Statt den Weg der Militärköpfe in der EU zu beschreiten, wäre es sinnvoller, sich zu überlegen, welchen nicht-militärischen Beitrag Österreich zum Friedenserhalt leisten kann."

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