Population der Graureiher nicht bedroht

Eisl: Trotz Jagd ist der Brutbestand stabil

Salzburg (OTS) - Die Ergebnisse einer aktuellen, landesweit durchgeführten Untersuchung der Graureiher-Population präsentierte Naturschutzreferent Landesrat Sepp Eisl gemeinsam mit dem Studienautor Dr. Robert Lindner heute, Montag, 30. Jänner, in einem Informationsgespräch. Untersucht wurden dabei die Auswirkungen der Jagd auf diese Vögel. Rund 70 Brutpaare wurden gezählt. Der durchschnittliche Bruterfolg der Salzburger Graureiher liegt bei 2,3 Jungvögel.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Jagd derzeit keine Bedrohung für die Bestände darstellt. Dennoch muss es weiterhin unser vorrangiges Ziel sein, die Flusslandschaften so zu gestalten, dass die Fischbestände möglichst natürliche Lebensräume vorfinden und dadurch der Fischfang durch Reiher, aber auch Kormorane auf ein verträgliches Maß zurückgedrängt werden kann. Beispielgebend für diese Gestaltungsmaßnahmen sollen das Projekt "Sanierung Untere Salzach", aber auch Maßnahmen bei der Hochwasserverbauung im Oberpinzgau werden", so Eisl zu den Ergebnissen der Studie.

Studienautor Lindner zur Erstellung der Studie: "Der Salzburger Graureiher-Brutbestand liegt 2005 bei 67 bis 74 Brutpaaren. In den beiden grenznahen Brutstandorten in Bayern bzw. Oberösterreich brüten weitere 23 bis 26 Paare. Insgesamt hat der Brutbestand an Graureihern in Salzburg seit den vergangenen vergleichbaren Erhebungen (1993 und 1995) von 52 Brutpaaren 1995 auf rund 70 Brutpaare zugenommen. Der durchschnittliche Bruterfolg Salzburger Graureiher liegt bei 2,3 Jungvögel. Die Steigerung des Gesamtbestandes resultiert in erster Linie auf der Zunahme der Brutpopulation im Pinzgau, während die Bestände in allen anderen Bezirken entweder abgenommen haben beziehungsweise mehr oder minder stabil geblieben sind. Aus dem Lungau und dem Pongau liegen bis heute keine konkreten Brutnachweise vor", so Lindner.

265 Graureiher zwischen 2000 und 2004 abgeschossen

Laut Jagdstatistik der Salzburger Jägerschaft wurden von den genehmigten 502 Graureiher-Abschüssen zwischen 2000 und 2004 insgesamt 265 Abschüsse tatsächlich durchgeführt. Der Vergleich der räumlichen Verteilung der Abschüsse von Graureihern mit der Entwicklung der Graureiher-Brutbestände in den Salzburger Bezirken zeigt, dass offensichtlich kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Intensität der Jagd und der Entwicklung der lokalen Bestände besteht. Obwohl im Tennengau die höchsten Abschusszahlen gemeldet wurden, ist die dort ansässige Brutpopulation stabil geblieben. Im Gegensatz dazu ist die Brutpopulation im Flachgau deutlich zurückgegangen, obwohl hier der Jagd-Druck im Vergleich zum Tennengau geringer war.

Rückfragen & Kontakt:

Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
landespressebuero@salzburg.gv.at
http://www.salzburg.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG0001