MA 22: Ausschließlich objektive Kriterien bei Lärmschutz

Wien (OTS) - Das im April 2001 zwischen Bund und Land Wien abgeschlossene Übereinkommen über die schalltechnische Sanierung der ÖBB Bestandstrecken ist, in Wien die Voraussetzung für die Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen entlang von Wiener Schienenstrecken. Allerdings stehen pro Jahr nur Mittel in begrenztem Ausmaß zur Verfügung (je ca. 1,8 Mio Euro von Bund und Land Wien pro Jahr), sodass die Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen nur abschnittsweise und über einen längeren Zeitraum möglich ist. Um dabei Ungerechtigkeiten zu vermeiden, wurde zwischen Bund und Land Wien eine einheitliche Vorgangsweise nach klar nachvollziehbaren Prioritäten vereinbart:

1) Basis für die Entscheidung, an welchen Streckenabschnitten in Wien Lärmschutzmaßnahmen errichtet werden, ist der Schienenlärmkataster. Bereiche, bei denen eine Grenzwertüberschreitung von 55 Dezibel in der Nacht ausgewiesen wurde, werden von der Stadt Wien in das Lärmsanierungsprojekt aufgenommen. Der Schienenlärmkataster liefert die objektiven Daten zu Lärmbelastungen der WienerInnen an den Wiener Schienenstrecken der ÖBB. In diesen Daten sind auch bereits die Verkehrsprognosen für das Jahr 2016 berücksichtigt, um eine nachhaltige Lärmminderung für die Menschen gewährleisten zu können.

2) Die Reihenfolge, in der diese ausgewählten Streckenabschnitte saniert werden, hängt wiederum von der Lärmbelastung und der Anzahl, der an diesen Strecken lebenden AnrainerInnen ab. So wird die Prioritätenreihung berechnet. Die jetzt in Angriff genommenen Lärmschutzprojekte befinden sich in dieser Reihung ausschließlich in der Prioritätsstufe 1.

3) An der Verbindungsbahn im 13. Bezirk wurde, wie auch für andere Streckenabschnitte, eine Grenzwertüberschreitung ausgewiesen. Sicher ist, dass auch an der Verbindungsbahn Schallschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Wann es zur Realisierung kommt, hängt vom Baufortschritt an den noch dringlicheren Sanierungsabschnitten und von den zur Verfügung stehenden Mitteln ab.

4) Mit der Inbetriebnahme des Lainzer Tunnels ist zu erwarten, dass es für die BewohnerInnen zu einer entscheidenden Verbesserung der Lärmbelastung kommen wird, da zukünftig der gesamte Güterverkehr im Tunnel geführt werden wird.

"Die Stadt Wien ist selbstverständlich verpflichtet, die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel mit möglichst hohem Nutzen im Sinne einer nachhaltigen Lärmsanierung einzusetzen. Dies geschieht ausschließlich nach objektiven Kriterien", so am Freitag Ing. Wolfgang Khutter, stellvertretender Abteilungsleiter der Wiener Umweltschutzabteilung. (Schluss) urb

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