Ferienordnung: Schenner hofft jetzt auf Mitziehen anderer Bundesländer

Niederösterreich bereit, Ferienwoche im Februar 2008 zu verschieben - Wichtiger Beitrag zur Entzerrung der Reiseströme

Wien (PWK040) - - Erfreut zeigt sich der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Hans Schenner, dass das Land Niederösterreich dem Vorschlag der Tourismuswirtschaft nähertritt, die Semesterferienwoche im Jahr 2008 von der ersten auf die zweite Februarwoche zu verschieben. Niederösterrreichs stv. Landeshauptmann Ernest Gabmann bereit für kommenden Dienstag einen entsprechenden Antrag in der nö. Landesregierung vor.

"Wir hoffen nun, dass auch die anderen betroffenen Bundesländer -Wien, Salzburg, Tirol und Kärnten - mitziehen und ebenfalls ihre Anträge rechtzeitig beim Unterrichtsministerium einbringen. Es wäre das ein ganz wichtiger Schritt, um die Reiseströme zu entzerren und Überbuchungen sowie mögliche Verkehrsstaus auf den großen Zufahrtsstraßen in die heimischen Bergregionen zu verhindern", erklärt Schenner: "Eine gleichmäßige Auslastung der Unterkünfte und Pisten führt letztlich zu einer höheren Zufriedenheit unserer Gäste mit ihrem Urlaubsaufenthalt".

Der vom Tourismus vorgelegte und von der gesamten Wirtschaft mitgetragene Vorschlag sieht, wie berichtet, vor, dass Wien und Niederösterreich die Ferientage um eine Woche auf den 11. bis 16. Februar 2008 nach hinten verschieben. Kärnten, Salzburg und Tirol sollen ihre Termine ebenfalls um eine Woche, und zwar auf den 18. bis 23. Februar zurückverlegen. Unverändert bleiben die Termine im Burgenland und in Vorarlberg (jeweils 11. bis 16.2.) sowie in Oberösterreich und in der Steiermark (18. bis 23.2.).

Im Jahr 2008 würde, ohne rechtzeitige Gegenmaßnahmen, ein ähnliches Chaos wie 2005 drohen, was, so Schenner, in niemandes Interesse liegen kann. 2008 haben vom 4. bis 9. Februar so reiseintensive Herkunftsländer wie Bayern, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Teile der Niederlande, Belgiens, der Schweiz Schulferien. Auch in Tschechien, aus dem immer mehr Familien zum Schiurlaub nach Österreich kommen, macht die Schule in dieser Woche Pause. Ohne Verschiebung würden diese Termine exakt mit der Ferienwoche in Wien und NÖ (Termin laut Schulzeitgesetz: 4. bis 9. Februar) zusammenfallen.

"Der Ball liegt nun bei den Ländern", betont Schenner. Bundesländer, die den Vorschlag der Wirtschaft auf Verschiebung aufgreifen, müssen bis Ende Februar d. J., gemeinsam mit dem jeweiligen Landesschulrat, den entsprechenden Antrag beim Unterrichtministerium einbringen, das die Initiative ebenfalls unterstützt.

Oberstes Ziel bei der angestrebten Entzerrung der Reiseströme ist, so Schenner, eine vorausschauende europaweite Kooperation von "Ferienkorridoren" durch die Länder der Europäischen Union. Er werde sich bei den für Tourismusfragen zuständigen Ministern intensiv für Fortschritte in dieser Frage einsetzen, besonders auch bei der für 19. bis 21. März in der Wiener Hofburg stattfindenden EU-Tourismusministerkonferenz, kündigte der Sprecher der heimischen Tourismusbranche an. (hp)

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