Findeis: Hunderte Arbeitplätze beim Heer weniger - dafür sündteure Raketen, die keiner braucht

Wer profitiert vom Kauf von Waffen, die erst in frühestens 7 Jahren einsatzbereit sind

St. Pölten, (OTS) - "Es ist ein sicherheitspolitischer, aber auch finanzpolitischer Skandal erster Güte, was derzeit im Verteidigungsministerium vor sicht geht. Wie jüngst bekannt wurde, hat ÖVP-Minister Platter 25 sündteure Raketen um einen zweistelligen Millionenbetrag angekauft, die derzeit weder gebraucht, noch verwendet werden können. Für die 25 Flugabwehrraketen fehlen die Flugzeuge und die technischen Feuerleitsysteme - sie können frühestens 2012 überhaupt eingesetzt werden. Dafür werden in Niederösterreich 7 Kasernen zugesperrt, Kasernenküchen aufgelassen und Verbände aufgelöst. Jetzt ist klar, wofür - für steuergeldverschwendende Prestigeprojekte der ÖVP", zeigt sicher der Sicherheitssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Hermann Findeis, empört über die jüngste Steuergeldverschwendung im VP-Verteidigungsministerium.****

So werden ja in den nächsten Monaten von derzeit noch existierenden 26 Heeresküchen in Niederösterreich mit 200 Beschäftigten und 26 Lehrlingen alle bis auf 3 Standorte - Allentsteig, Langenlebarn und Wiener Neustadt - zugesperrt. "Nach der von der Bundesregierung beschlossenen Auflassung von 7 Kasernenstandorten und damit dem bevorstehenden Verlust hunderter Arbeitplätze ein weiterer harter Schlag für den NÖ Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsstandort. Viele kleine Gewerbetreibende fallen als Auftragnehmer und Lieferanten für die Kasernen aus, auch dort droht ein Abbau von Arbeitplätzen", kritisiert Findeis der gleichzeitig die Frage in den Raum stellt, wer von den jüngsten Raketenankäufen profitiert. "Das Heer braucht die Raketen nicht und hochrangige Heeresvertreter haben für diese Beschaffung nur Kopfschütteln über. Wer profitiert nun wirklich von einem millionenschweren Auftrag, wenn die Raketen über Jahre in irgendwelchen Hallen eingemottet werden müssen und in einigen Jahren möglicher Weise bereits veraltet sind?", so der SPNÖ-Sicherheitssprecher.
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