Ein Privileg, Mozart-Stadt und Mozart-Land sein zu dürfen

Burgstaller bei Eröffnung des Mozartjahres: Mozart gehört niemandem, er gehört gehört

Salzburg (OTS) - Es sei ein ungeheures Privileg, Mozart-Stadt und Mozart-Land sein zu dürfen, aber auch eine Herausforderung, der sich Salzburg immer aufs Neue stellen wolle. Dies betonte am 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart heute, Freitag, 27. Jänner, Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller bei der Eröffnung des Mozartjahres 2006 im Großen Saal des Mozarteums. Mit dem diesjährigen Angebot an musikalischen oder allgemein kreativen Begegnungsmöglichkeiten mit Mozart werde Salzburg diesen Anforderungen gerecht. So werden sämtliche Opern Mozarts aufgeführt. Dazu kommen 260 Konzerte, 55 Mozart-Messen und acht Ausstellungen. Ergänzt wird das umfangreiche Programm durch 99 Projekte aus den Bereichen darstellende und bildende Kunst, zehn Kongresse und Tagungen, 400 Workshops für Kinder und Jungendliche sowie 120 Kinder-und Jugendprojekte. Insgesamt gibt es in Stadt und Land Salzburg 110 Veranstalter und 100 Veranstaltungssorte für Mozart-Aktivitäten.

Aber auch in baulicher Hinsicht habe Salzburg alles unternommen, um seinem großen Sohn die Ehre zu erweisen. Die Landeshauptfrau erwähnte in diesem Zusammenhang die Errichtung des "Hauses für Mozart" als neue Festspielstätte, das neue Stadt-Land-Museum Carolino Augusteum in der neuen Residenz, das neue Musikum und die bereits im Vorjahr eröffnete Große Universitätsaula, wo Mozart als Sechsjähriger seinen ersten öffentlichen Auftritt absolviert hatte.

Mozart gehöre niemandem und allen, die sich, wo und wann auch immer, auf seine Musik einlassen. "Mozart gehört vor allem gehört, könnte man als dritte, vielleicht treffendste Antwort auf die Frage, wem Mozart gehört, anbieten", sagte Mag. Burgstaller. Mozart habe mehr Tage auf Reisen in mehr als 200 Städte in zehn Ländern verbracht als in seiner Geburtsstadt. Mozart müsse deshalb als Europäer bezeichnet werden. Was heute in der EU oft als großes Hindernis empfunden werde, nämlich Vielsprachigkeit und Mulit-Kulturalität, habe er mit der universalen Sprache seiner Musik gleichsam spielend überwunden.

"Die Musik Mozarts entstand in jener Epoche, in der auch die stürmische Erweckung dessen stattfand, was man heute als gemeinsames Fundament einer europäischen Identität ansieht. Wollen wir in Europa und mit unserem Europa vorwärts kommen, müssen wir auf diesem zeitlos tragfähigen und auf diesem originär europäischen Fundament aufbauen. Als Alternative steht die Barbarei einer entmenschten Diktatur der rein materiell ausgerichteten Nützlichkeit". Die Ideale des neuen Menschenbildes, die originären europäischen Ideale von Freiheit, Gleichheit und Humanität warten darauf, endlich überzeugend und allgemeingültig durch unser verantwortungsvolles Denken und Tun Gestalt anzunehmen. Die Hoffnungen auf unserem Planeten seien in ganz besonderer Weise auf Europa gerichtet, erklärte Landeshauptfrau Burgstaller abschließend.

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