Ärztekammer für Mindestpreise bei Zigaretten

Brettenthaler: Gesundheitspolitisch unverzichtbare Maßnahme - Adäquate Besteuerung von Tabakwaren gefordert

Wien (OTS) - Positiv reagierte die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) auf die geplante Einführung von Mindestpreisen für Zigaretten. "Ein hohes Preisniveau und eine entsprechende Besteuerung sind heute unverzichtbare gesundheitspolitische Maßnahmen zur langfristigen Eindämmung des Tabakkonsums", sagte ÖÄK-Präsident Reiner Brettenthaler Freitag in einer Aussendung.

Internationale Erfahrungen zeigten, so der Ärztechef weiter, dass Verbilligungen bei Zigaretten zu einem überproportionalen Anstieg der Nachfrage führen. Eine sich nach unten drehende Preisspirale lade zu vermehrtem Tabakkonsum richtiggehend ein, meinte Brettenthaler. Dies sei das denkbar schlechteste Zeichen, das man in Zusammenhang mit gesundheitspolitisch kontraproduktiven Verhaltensweisen setzen könne. Brettenthaler: "Die Politik hat einen präventiven Auftrag und muss vor allem die Jugendlichen vor den Gefahren des Rauchens schützen!"

Der Ärztepräsident wies in der Folge darauf hin, dass die Tabak-verursachten Erkrankungen "bereits epidemische Ausmaße" erreicht hätten. Lungen- und Kehlkopfkrebs, sowie Herz-Kreislauferkrankungen seien nur die Spitze des Eisberges.

Neben der Einführung von Mindestpreisen bei Zigaretten forderte Brettenthaler auch eine adäquate Besteuerung des Tabakkonsums. "Eine stärkere Besteuerung von Rauchprodukten, welche die Behandlung von Folgeerkrankungen finanzieren soll, ist in diesem Fall wohl die sinnvollste Variante des Selbstbehaltes", meinte Brettenthaler abschließend.

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