SPÖ-Gmeinderat Andreas Schieder begrüßt Microsoft-Ankündigung, übernächstes MS-Betriebssystem "Vienna" zu nennen

Stadt Wien setzt dennoch weiter auf lizenzfreie Computer-Betriebssysteme und Anwendungen

Wien (SPW-K) - Als bisher originellsten Beitrag zum heurigen Siegmund Freud Jahr sieht SPÖ-Gemeinderat Mag. Andreas Schieder schmunzelnd die Ankündigung von Microsoft, das übernächste Computer-Betriebssystem "Vienna" zu taufen. "Vielleicht hat ja die offene EDV-Strategie der Stadt Wien im Unterbewusstsein von Microsoft eine Rolle bei der Namenssuche gespielt", mutmaßt Schieder.

Die Stadt Wien plant, mittelfristig plattformunabhängige Anwendungen im EDV-Bereich einzusetzen, auch durch den sanften Umstieg auf das selbst entwickelte Open-Source-Betriebssystem "WIENUX". Mit einer Studie zu Open-Source-Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung wurde der erste Schritt gesetzt.

Die Stadt Wien setzt im Serverbereich bereits seit vielen Jahren Open-Source-Software (OSS)-Produkte ein. Auf Grund der dabei gewonnenen positiven Erfahrungen wird bereits seit längerem die Entwicklung der OSS-Standardkomponenten für Arbeitsplätze beobachtet. Die letzten Entwicklungen sowohl bei der Bedieneroberfläche des Betriebssystems (Linux) als auch bei den Office-Programmen (OpenOffice.org) haben die Voraussetzung für die Studie geschaffen. "Ein international viel beachteter Schritt dabei war die Entwicklung des professionellen Behörden-Desktop WIENUX", erklärt Schieder. WIENUX wurde für den Einsatz im Magistrat der Stadt Wien entwickelt, ist aber grundsätzlich auch in modifizierter Form für den Einsatz in anderen Behörden oder Unternehmen geeignet.

Das lizenzkostenfreie Betriebssystem WIENUX wurde auf Basis der Debian Distribution mit dem KDE (K Desktop Enviroment) Desktop entwickelt. Als Webbrowser wird Mozilla Firefox eingesetzt, auf die E-Mails kann via MS-Outlook WebAccess zugegriffen werden, auch ein SAP-Zugriff und diverse Zusatzprogramme sind vorhanden. WIENUX steht unter der sogenannten GNU/GPL (GNU General Public License). Unter http://wien.at/ma14/wienux.html kann man eine Testversion von WIENUX sowie die Studie herunterladen. (Schluss)

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