Findeis: Sicherheitspolitische Zahlenspielereien sind keine Hilfe für die Bevölkerung

Niederösterreich braucht mehr Exekutivpersonal

Wien (OTS) - "Die Realität straft sicherheitspolitische Zahlenspielereien und Statistiken immer wieder Lügen. Die Kriminalität ist hoch, die Bevölkerung ist verunsichert. Es ist eine Tatsache, dass in Niederösterreich rund 350 Beamtinnen und Beamte auf den Dienststellen fehlen, der Fehlbestand wird dadurch verschärft, dass viele zu diversen zentralen Dienststellen und Sondereinheiten abkommandiert sind. Angesichts der weiter hohen Kriminalität fordern die NÖ Sozialdemokraten daher eine rasche Aufstockung des NÖ Exekutivapparates. Jene, die heute auf ihren Dienststellen ihren Dienst versehen, leisten eine hervorragende Arbeit - doch auch sie verdienen eine Entlastung", so der Sicherheitssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Hermann Findeis, zur heute im NÖ Landtag stattgefundenen Diskussion zum Thema Sicherheit. Niederösterreich braucht im Kampf gegen die Kriminalität ebenso wie andere Bundesländer zusätzliche Polizistinnen und Polizisten", so LAbg. Findeis abschließend.****

Weiters benötigt die Exekutive dringend zusätzliche Budgetmittel. Das Budget des Innenministeriums ist 2006 um 8 Millionen niedriger als noch im letzten Jahr. "Die aktuellen Kriminalitätszahlen sind leider nur auf den ersten Blick positiv! Im Jahr 2001 gab rund 74.900 angezeigte Delikte in Niederösterreich, im Jahr 2004 kletterte die Zahl der Straftaten auf den traurigen Rekordwert von fast 94.700! Der derzeitige Rückgang auf 87.000 angezeigte Straftaten muss daher in der richtigen Relation gesehen werden! Darüber hinaus sind die aktuellen Zahlen teilweise nicht vergleichbar, weil z.B. 20 Autoeinbrüche auf einem Parkplatz neuerdings als ein einziges Delikt gewertet werden. Die Menschen, deren Haus ausgeraubt wird, haben nichts davon, wenn die Statistik schön ausschaut! Die Schadenssummen von Raub und Diebstahl sind von 2001 bis 2004 um 73 % auf die sagenhafte Summe von 420 Millionen Euro gestiegen", bringt Findeis die Problematik auf den Punkt. "Gerade beim Thema Sicherheit sollten alle politischen Parteien im NÖ Landtag an einem Strang ziehen -schließlich geht es um die Sicherheit der Menschen in unserem Land und nicht zuletzt um die längst überfällige Verbesserung der Arbeitsbedingungen der PolizistInnen", so Findeis abschließend. (Schluss) kr

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