Scheuch: Neuerlich schallende Ohrfeige für die BAWAG

Großer Erfolg für Konsumenten - Die Gewerkschaftsbank verspekuliert 425 Millionen an einem Nachmittag, wenn es um den kleinen Sparer geht, kämpft sie aber um jeden einzelnen Euro

Wien (OTS) - Bündnissprecher NRAbg. DI Uwe Scheuch reagiert erleichtert auf das heute bekannt gewordene Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofes (OGH), mit dem dieser einen Schlussstrich unter den langjährigen Rechtsstreit zwischen Konsumentenschützern und der BAWAG im Zusammenhang mit deren Zinsänderungsklauseln setzt. "Das ist eine neuerliche schallende Ohrfeige für die BAWAG, nur diesmal unter umgekehrten Vorzeichen", spielt Scheuch auf den BAWAG-Refco-Skandal von vergangenem Oktober an. Mit dem Urteil sei die zu Lasten der Konsumenten gehende Zinsänderungsklausel jedenfalls rechtskräftig rechtswidrig und die Kunden könnten die rückwirkende Richtigstellung des Sparbuchsaldos verlangen.

"Im Zuge des BAWAG-Refco-Skandals hat es der BAWAG-Vorstand geschafft, an nur einem Nachmittag 425 Millionen Euro zu verspekulieren. Diese Bank hat so ihr wahres Gesicht gezeigt und sich damit als Mitarchitekt der schändlichen Globalisierung erwiesen. Wenn es aber gegen ihre Kunden im eigenen Land geht, gegen die kleinen Sparer, agiert die BAWAG ganz anders. Da kämpft diese Gewerkschaftsbank um jeden einzelnen Euro und nimmt einen jahrelangen Rechtsstreit in Kauf, um ihren Kunden möglichst geringe Zinsen zahlen zu müssen", so der Bündnissprecher weiter.

Scheuch wundert sich nicht, dass nach diesen Missständen in der gewerkschaftseigenen Bank der österreichische Gewerkschaftsbund seit dem Jahr 2000 über 84.000 Mitglieder verloren hat. "Wer will schon Mitglied in einem abgehobenen Verein sein, dessen eigene Bank sich mit dem Großkapital ins Bett legt und gleichzeitig die kleinen Sparer jahrelang mit rechtswidrigen Zinsänderungsklauseln foppt?", fragt der Bündnissprecher. Es sei auch nur zu verständlich, dass unter diesen Vorzeichen die Mitglieder kein Vertrauen mehr in ihre Gewerkschaftsführung haben und für diese nicht mehr streiken, sondern lieber arbeiten wollen, wie die Teilnehmerzahl am Protestmarsch zum Post-Börsegang eindrucksvoll bewiesen habe. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)
Tel.: 01 - 512 04 04

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZO0005