Uran: Gefährlicher Rohstoff mit Ablaufdatum

GLOBAL 2000 startet Info-Serie "15 Irrtümer der Atomkraft" auf www.global2000.at - Teil 1: Rohstoff Uran

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 warnt davor, in der Atomkraft einen Ausweg aus der Energiekrise zu sehen. Neben den unkalkulierbaren Risiken der Atomkraftwerke stellt der Rohstoff Uran eine begrenzte Ressource dar, die bei einem Ausbau der Atomkraft schnell zum Flaschenhals würde, ähnlich wie bei Gas und Öl. "Geht man vom jetzigen Verbrauch aus, reichen die Uranreserven noch rund 50 Jahre. Würde man jedoch den Wünschen der Atomlobby folgen und die Atomkraft ausbauen, wären bereits 2030 die heute bekannten und vermuteten Uranreserven verbraucht", warnt Silva Herrmann, Energiesprecherin von GLOBAL 2000 vor einer Atomrenaissance. Innerhalb weniger Jahre würde Europa noch tiefer in Abhängigkeitsverhältnisse schlittern, ähnlich wie es jetzt bei Gas und Öl der Fall ist. Und Österreich wäre mitten drin.

Auch die sogenannte Wiederaufbereitung abgebrannter Brennstäbe ist keine Lösung, da sie unwirtschaftlich ist und große Gefahren mit sich bringt. Wie die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague drastisch zeigen, führt diese Technologie unweigerlich zur weitreichenden atomaren Verseuchung der Umwelt. Mindestens ebenso bedenklich ist die Tatsache, dass durch die Wiederaufbereitung waffenfähiges Plutonium abgetrennt wird, das somit leichter verfügbar ist.

"Die Österreichische Bundesregierung muss die EU-Präsidentschaft dazu nutzen, diese Gefahren der Atomenergie aufzuzeigen und europäischen Ausbauplänen einen Riegel vorzuschieben. Ein Ausbau der Atomkraft auf Kosten von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz setzt die Energieversorgungssicherheit Europas auf's Spiel. Unter dem Deckmantel des Atomfördervertrags EURATOM fließen Jahr für Jahr europäische Steuergelder in die Atomkraft anstatt in nachhaltige und sichere Energietechnologien", mahnt GLOBAL 2000-Energiesprecherin Silva Herrmann. GLOBAL 2000 und weitere 150 Umweltorganisationen sammeln daher im Tschernobyljahr 2006 eine Million Unterschriften in Europa, um den Druck auf die EU-Kommission und EU-Mitgliedsstaaten zu erhöhen, den EURATOM-Vertrag endlich abzuschaffen.

Der ausführliche Text des 1. Teils der Serie ist unter www.global2000.at nachzulesen.

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