Langlaufen - altbewährt und neu im Trend

Langlaufen ist eine der gesündesten Sportarten. Mit der richtigen Ausrüstung und Technik ist Vergnügen ohne Stürze angesagt.

Wien (OTS) - Schilanglauf ist im Winter ein beliebter
Ausdauersport. Ganz im Trend mit Nordic Walking und Nordic Jogging reiht sich Langlaufen in den Bereich Fitness mit Stöcken ein. Langlaufen hält fit und schult Herz-Kreislaufsystem, Ausdauer, Haltemuskulatur, Koordinationsvermögen und Gleichgewicht gleichermaßen. Im Gegensatz zum Alpinschifahren ist die Verletzungsgefahr beim Langlaufen auch um einiges geringer. "Beim Langlaufen mussten im Jahr 2004 rund 1.000 Personen nach einem Sturz im Spital verarztet werden", berichtet Dr. Rupert Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (vormals Institut Sicher Leben). "Verwendet man die richtige Ausrüstung und beherrscht man die Technik, kann diese Unfallzahl noch deutlich reduziert werden."

39 Prozent der Verletzten waren Frauen ab 60

Von den rund 1.000 Verletzten im Jahr 2004 waren 71 Prozent Frauen und 29 Prozent Männer. Besonders ältere Menschen gehörten zu den Unglücks-Hobbysportlern: 47 Prozent waren 60 Jahre und älter. Die Top-Verletzungen waren zu 39 Prozent Knochenbrüche und zu 24 Prozent Sehnen- und Muskelverletzungen. Abschrecken sollen diese Zahlen niemanden, schon gar nicht Personen, die nicht mehr 20 sind, denn Langlaufen macht Freude und erhält die Gesundheit. Doch den Sicherheitsaspekt in die Vorbereitung miteinzubeziehen, schadet keinesfalls - ganz im Gegenteil: Dann gleitet man nicht nur sportlich, sondern vor allem auch sicher durch den Schnee.
Für jeden die optimale Technik
Beim Langlaufen gibt es zwei Techniken: den Diagonalschritt und den Skatingschritt. Beide sind für den Körper gesund, der Unterschied liegt im Kraftaufwand. Der Diagonalschritt ist der klassische, bei dem Arme und Beine diagonal zueinander bewegt werden und auf jeden Schritt eine Gleitphase folgt. Beim Skatingschritt werden die Füße schräg nach hinten abgestoßen. Diese Variante ist eher für Fortgeschrittene geeignet, denn man braucht Erfahrung, Kraft, Ausdauer und spezielle Schier.

Das passende Material für die entsprechende Technik

"Absolute Langlauf-Einsteiger mit keiner oder nur geringer Alpinschi-Erfahrung sollten jedenfalls mit der klassischen Technik beginnen", empfehlen die Langlauf-Experten von Intersport. Der neueste Hit bei klassischen Langlaufschiern sind Crosstouring-Modelle. Sie sind so beschaffen, dass sie mühelos durch unverspurtes Gelände tragen, und ihre besondere Schigeometrie sorgt für optimale Stabilität. Skating-Schier sind leicht tailliert und ergeben beim Abstoßen einen für sportliche Fahrweise optimalen Abdruck. Unterschiede gibt es aber nicht nur bei den Schiern, sondern auch bei Stock und Schuh: Skatingschuhe sind höher und sorgen dadurch für mehr Halt beim Knöchel. Die Stöcke beim Skaten sind länger, das erleichtert das Anschieben.

Mit dem richtigen Outfit über die Loipe

Bei tiefwinterlichen Temperaturen ist eine spezielle Langlaufunterwäsche mit Windstoppereinsätzen an der Vorderseite empfehlenswert. Das bei vielen Sportarten bewährte Zwiebelsystem -mehrere Schichten übereinander - am besten in atmungsaktivem, windundurchlässigem Material ist auch beim Langlaufen das optimale Outfit. Vor dem Sportvergnügen sollte man sich jedenfalls ein paar Minuten aufwärmen und die letzten zehn Minuten beim Langlaufen die Geschwindigkeit reduzieren, um den Puls langsam wieder auf Normaltempo zu bringen. Für Anfänger ist ein Kurs empfehlenswert, damit man keine falschen Bewegungsabläufe einlernt, die man später nur schwer wieder loswird. Übrigens gibt es auch auf der Loipe -ähnlich wie auf der Schipiste - Regeln wie etwa Rücksichtnahme auf andere, rechts ausweichen bei Gegenverkehr oder die Geschwindigkeit an die Verhältnisse anpassen.

"Es gibt kaum eine Sportart, die gesünder ist als Langlaufen. Lässt man den Sicherheitsaspekt nicht ganz aus den Augen, steht dem winterlichen Sportvergnügen auch nichts im Wege", meint Kisser.

Wien, 26. Jänner 2006

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Mag. Katharina Kaschel
Kuratorium für Verkehrssicherheit
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