Glawischnig: Teurer Heizwinter muss zu Umdenken führen

Stromheizung in 235.00 Haushalten - Austauschprogramm nötig

Wien (OTS) - "Der derzeitige massive Anstieg des Energie- und vor allem des Stromverbrauchs zu Heizzwecken auf Grund der Kältewelle muss zu einem Umdenken in der Energieversorgung führen. Denn dass viele Haushalte derzeit enorm unter gestiegenen Kosten leiden, liegt auch daran, dass eine Energiewende von der Bundesregierung bisher verschlafen wurde", kritisiert Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen. Mehr als sieben Prozent der österreichischen Haushalte heizen nach Angaben der Statistik Austria immer noch mit Strom, das entspricht ca. 235.000 Hauptwohnsitzen. "Stromheizungen sind ineffizient und sauteuer im Verbrauch", so Glawischnig. Die Grünen fordern daher ein Austauschprogramm, finanziert etwa aus Mitteln der Wohnbauförderung. "Leider wird immer noch oft mit Postwurfsendungen massiv für angeblich Energie sparende Stromheizungen geworben, obwohl das Gegenteil der Fall ist", so Glawischnig.

Bei Stromheizungen wird unter großen Verlusten Wärme in Strom und dann Strom in Wärme umgewandelt. Die Elektroheizung ist auch nicht umweltschonend, da in der Heizperiode ein Großteil des Grundstrombedarfs aus Wärmekraftwerken, also aus Kohle, Gas oder importiertem Atomstrom kommt. Die Kosten sind vor allem für Tagstromgeräte extrem hoch. Auch der Gasverbrauch - knapp eine Million Haushalte heizen mit Erdgas - steigt derzeit massiv an. "Umso wichtiger ist das von Grünen bereits mehrfach geforderte Umrüstungsprogramm auf moderne Holz- und Pelletsheizungen", so Glawischnig. Dass es derzeit auch zu Versorgungsengpässen bei Brennholz komme, liege nicht daran, dass es in Österreich zu wenig Holz gebe, sondern an fehlender Logistik, dieses Holz auch aus dem Wald zu holen. Glawischnig appelliert daher an die Landwirtschaftskammern, sich für die kommenden Winter besser vorzubereiten und durch den Aufbau einer entsprechenden Logistik eine ausreichende Holz- und Hackschnitzelversorgung sicherzustellen. "Erdöl, Erdgas und daraus erzeugter Strom werden sich weiter verteuern, die Zukunft muss daher in erneuerbaren Energieträgern liegen", so Glawischnig, die in diesem Zusammenhang neuerlich die von ÖVP und SPÖ geplante Zerschlagung der Ökostromförderung kritisiert.

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