AKNÖ: Patienten sollen Selbstbewusstsein zeigen

Wenn Rezepte nicht bewilligt werden

Wien (AKNÖ) - "Ich habe von meinem Arzt ein Medikament
verschrieben bekommen und die Krankenkasse genehmigt es nicht. Warum?", beschwert sich eine niederösterreichische Beschäftigte bei der AKNÖ-Patientenhotline. Eine Rückfrage der AKNÖ beim behandelnden Arzt ergab, dass er das Nein der Krankenkasse kommentarlos weiter gegeben und den Grund für die Ablehnung nicht hinterfragt hat.

Seit einem Jahr reguliert der Erstattungskodex der Krankenkasse, welche Medikamente verschrieben werden dürfen. Immer wieder kommt es vor, dass Ärzte Präparate verordnen und die Kasse diese dann nicht bewilligt. Obwohl der Patient dasselbe Medikament früher vielleicht schon jahrelang bekommen hat. Die Ablehnung eines Rezeptes kann verschiedene Gründe haben, erklärt Mag. Josef Fraunbaum von der AKNÖ-Patientenhotline: "Entweder sieht die Krankenkasse die medizinische Wirkung des Medikaments nicht als ausreichend bewiesen an oder hält ein kostengünstigeres Generikum für passender oder der Arzt hat gegenüber der Kasse keine ausreichende medizinische Begründung verfasst."

Informationsmangel auch bei Ärzten

Über diese Gründe der Ablehnung wissen nicht allzu viele Patienten und auch nicht alle Ärzte Bescheid. Es herrscht Informationsmangel auf beiden Seiten. "Dass die Patienten bei uns nachfragen, ist schon ein gutes Zeichen. Hinterfragen gehört zum mündigen Patientendasein. Am besten ist es allerdings, den behandelnden Mediziner in die Pflicht zu nehmen oder bei der Krankenkasse direkt nachzufragen", rät Fraunbaum.

Weitere Auskünfte erhalten Interessierte bei der AKNÖ-Patientenhotline: 05 7171-1418. Informationen über den Erstattungskodex lesen sie auf wwww.avsv.at.

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AKNÖ Sozialrecht
Mag. Josef Fraunbaum
Tel.: (01) 58883-1418
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