Drogensubstitution: Bundesdrogenkoordinator weist Kritik zurück und mahnt Sachlichkeit in der Diskussion ein.

Drogenopfer und Schwarzmarktproblematik verdeutlichen Handlungsbedarf

Wien (OTS) - "Weltweit unterliegt die Drogenersatztherapie klaren Rahmenbedingungen und Kontrollen, die großteils strenger gefasst sind als in Österreich", so Bundesdrogenkoordinator Dr. Franz Pietsch, heute Dienstag.

Im Herbst des Vorjahres wurde von einem eigens hiefür eingesetzten Arbeitskreis ein Maßnahmenpaket erarbeitet, mit welchem die Rahmenbedingungen der Substitution der Entwicklung angepasst und optimiert werden sollen. Dieses Expertengremium setzte sich aus Behördenvertretern des Bundes und der Länder ebenso wie aus Wissenschaftern und Drogenexperten zusammen.

"Es ist bedauerlich und befremdend, dass mit dem Wiener Drogenbeauftragten Dr. David und Prof. Dr. Springer gestern zwei Mitglieder dieses Arbeitskreises mit einseitigen und unvollständigen Informationen an die Öffentlichkeit gegangen sind, ohne ihre Kritik im Wege des Stellungnahmeverfahrens bei der Begutachtung offiziell eingebracht zu haben", so Bundesdrogenkoordinator Dr. Pietsch.

"Die in den letzten Jahren zunehmende Schwarzmarktproblematik, wie auch die gestiegene Zahl der Drogentodesopfer, zeigt deutlich die Notwendigkeit von zusätzlichen Qualitätssicherungsmaßnahmen und strengerer Missbrauchskontrolle. Das ist aber in keinster Weise mit einem generellen Aus für die Substitutionsbehandlung gleichzusetzen", so Bundesdrogenkoordinator Dr. Franz Pietsch abschließend.

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