Moser: Klimaschutz braucht Meilenstiefel nicht Pröll'sche Trippelschritte

Grüne fordern Umsetzung der Klimastrategie Österreichs

Wien (OTS) - Harsche Kritik an der Lobhudelei LH Prölls über die 15a Vereinbarung über Qualitätsstandards für die Förderung der Errichtung und Sanierung von Wohngebäuden zur Reduktion von Treibhausgasen, übt die Bautensprecherin der Grünen, Gabriela Moser:
"Der Berg hat gekreißt, eine Klima-Maus wurde geboren". Die nun akkordierten Mindeststandards von 65kWh/m2 als Kennzahl für den Heizwärmebedarf werden derzeit von fast allen Bundesländern bei ihren Wohnbauförderungskriterien unterboten. Nötig wären zumindest 50 bzw. 30 kWh/m2 als Förderbedingungen, erläutert Moser.

Darüber hinaus bedürfte es endlich eines ambitionierten Klimaschutz-Masterplans für die Wohnbauförderung mit klaren Zielvorgaben, z.B. Ersatz von 300.000 Ölheizungen in Österreich. Das Bundesland Salzburg verfügt über einen konkreten Zielkatalog, der den Heizungstausch bei 40.000 Wohneinheiten vorsieht. "Prölls Trippelschritte müssen durch Siebenmeilenstiefel im Klimaschutz abgelöst werden. Gerade angesichts massiv steigender Energiepreise und der Abhängigkeit von Putins Erdgas", so Moser.

Die Grünen fordern eine Umsetzung der Klimastrategie Österreichs, die ein enormes Arbeitsmarktpotenzial und wesentliche Wirtschaftimpulse besitzt. Das Wifo berechnete: ein jährlicher Förderaufwand von 200 Mio. Euro wäre nötig, um die derzeit 0,8 Prozent Sanierungsrate auf die notwendigen 2 Prozent zu erhöhen, dies würde jährlich 750.000 t CO2-Emissionen weniger bedeuten, 120 Mio. Euro Energiekosten einsparen und jährlich 11.400 Arbeitsplätze schaffen.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0009