Ärztekammer seit Jahren um barrierefreie Arztpraxen bemüht

Erfolgreiche Projekte in Wien gemeinsam mit Behindertenvereinen

Wien (OTS) - "In Wien gibt es seit längerem intensive und erfolgreiche Bemühungen um einen Ausbau barrierefreier Arztpraxen. Es ist uns dabei gelungen, gemeinsam mit Behindertenvereinen wichtige Impulse zu setzen und auch das Problembewusstsein innerhalb der Wiener Ärzteschaft deutlich zu verstärken", betont Ärztekammerpräsident Walter Dorner, der damit auf die jüngste Debatte rund um die Behindertengleichstellung und den barrierefreien Zugang zu Arztpraxen Bezug nimmt. ****

Dorner verweist darauf, dass in Wien der Verein "BIZEPS - Zentrum für selbstbestimmtes Leben" in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer bereits mehr als 300 Arztpraxen genau vermessen hat. Die Daten sind in Buchform schon erschienen und werden demnächst auch im Online-Praxisplan der Wiener Ärztekammer vermerkt sein. "Schon bald kann also jeder Behinderte in Wien anhand der im Praxisplan veröffentlichten Daten die verschiedensten Abmessungen in den jeweiligen Ordinationen nachlesen und so die 'maßgeschneiderte' Ordination entsprechend den individuellen Bedürfnissen finden."

Dorner zitiert auch eine Vereinbarung mit der Wiener Gebietskrankenkasse, wonach innerhalb der nächsten zwei Jahre mindestens 12 Prozent aller Arztpraxen nach Ö-Norm behindertengerecht eingerichtet sein müssen. In der kommenden Ausgabe der Ärztekammerzeitung "doktorinwien" werde zudem auf die Förderung von Adaptierungsmaßnahmen in Arztpraxen durch das Bundessozialamt aus Mitteln des Ausgleichstaxfonds hingewiesen. Wien habe daher durchaus eine Vorreiterrolle übernommen, was die Förderung von behindertengerechten Arztpraxen betrifft, betont Dorner.

Der Ärztechef ist aber auch realistisch, was die aus seiner Sicht "utopische" Forderung eines Umbaus sämtlicher Wiener Kassenpraxen betrifft. "In Wien sind wir aufgrund der alten Bausubstanz in vielen Wiener Gemeindebezirken mit besonderen Schwierigkeiten konfrontiert." In manchen Häusern sei es schlicht und einfach nicht möglich, einen Lift mit einigermaßen vertretbarem technischem und finanziellem Aufwand einzubauen." Trotzdem sei man am richtigen Weg. Dorner: "In gemeinsamen Anstrengungen mit der Gemeinde Wien, der Gebietkrankenkasse und den Behindertenverbänden ist es uns gelungen, bereits nach kurzer Zeit wichtige Impulse und Maßnahmen zu setzen." Diese Anstrengungen würden mit gleicher Intensität auch in den nächsten Jahren fortgesetzt, so Dorner abschließend. (hpp)

(S E R V I C E - Online-Praxisplan der Ärztekammer für Wien www.praxisplan-wien.at. Auskünfte gibt weiters das Patientenservice der Ärztekammer für Wien, Tel.: 1771, werktags von 8.00 bis 16.00 Uhr.)

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