2006 Arbeitslosenquote unter fünf Prozent drücken

Buchinger: Zwischenbestzeit für das Bundesland Salzburg

Salzburg (OTS) - Eine "Zwischenbestzeit" für Salzburg kann "Mr. Arbeit" Sozialreferent Landesrat Dr. Erwin Buchinger nach den ersten zwei Jahren seiner Bemühungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik vorweisen. 2005 stagnierte die Arbeitslosigkeit in Salzburg erstmals wieder, in der zweiten Jahreshälfte waren sogar regelmäßig kräftige Rückgänge zu verzeichnen. Die Prognosen für das Jahr 2006 geben sogar noch mehr Anlass zum Optimismus. Buchinger illustriert die Situation mit einem Vergleich aus dem Schisport - "In den vergangenen Jahren haben wir uns durch einen technisch schwierigen Steilhang gekämpft. Wir haben aber eine gute Linie gefunden und müssen jetzt den ganzen Schwung mitnehmen." Konkret kann Buchinger diesen Schwung aufgrund neuer Prognosen der Landesstatistik mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote zwischen 0,1 und 0,2 Prozentpunkte über das ganze Jahr 2006 bzw. einem Sinken der damit verbunden Arbeitslosenquote unter fünf Prozent beziffern.

Den kräftigen Schwung sieht Buchinger durch eine aktuelle Prognose der Landesstatistik bestätigt. Salzburg wird dabei erstmals wieder ein kräftigeres Beschäftigungswachstum als österreichweit vorhergesagt. Ebenfalls bemerkenswert ist die breite Basis der guten Wirtschaftsentwicklung. Die Arbeitslosenzahlen gingen in jüngster Zeit sowohl im Handel und im Tourismus, aber beispielsweise auch in der Bauwirtschaft und in der Sachgüterproduktion kräftig zurück. Angesichts dieser Entwicklung erwartet Buchinger auch keine gravierenden Auswirkungen der angekündigten Sparmaßnahmen bei M-real:
"Hier hoffe ich einerseits darauf, dass der Betriebsrat die dramatischsten Auswirkungen abfedern kann. Zum anderen kann vor allem der Tennengau die beste Arbeitsplatzentwicklung in Salzburg vorweisen (hier sank die Arbeits-losigkeit im Dezember um beachtliche 8,1 %). In diesem Bezirk wird viel investiert wie z. B. bei Bosch und bei Emco in Hallein. Diese positive Entwicklung ist zu breit, um durch solche Einzelfälle beeinträchtigt zu werden."

Höchstes Budget im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit

An der erfolgreichen Strategie wird sich auch 2006 wenig ändern. Schwerpunkt der Bemühungen ist weiterhin der Lehrlingssektor, auf die rund zwei Drittel der Ausgaben entfallen. Mit 5,2 Millionen Euro (3,1 Millionen Euro Land Salzburg, 2,1 Millionen Euro von der EU) hat das Budget für die aktive Arbeitsmarktpolitik einen neuen Höchststand erreicht. Während das eigentliche Landesgeld um eine halbe Millionen Euro erhöht wurde, konnten vor allem langfristige EU-Projekte nach Salzburg geholt werden. Neben zwei konkreten großen Projekten (für Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge) wird auch die Grundlagenarbeit mittlerweile über EU-Förderungen finanziert.

2007: Gleitstück statt Schussfahrt?

Das Jahr 2007 wird für Buchinger dann schwieriger werden. "Ich schließe nicht aus, dass wir 2007 in der aktiven Arbeitsmarktpolitik mehr Geld brauchen, denn der Bund wird nach dem Wahljahr die Ausgaben zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zurückfahren. 2007 wird sich zeigen, wie viel Schwung wir 2006 in das Gleitstück mitnehmen, das der Bund in die Strecke setzt." In Salzburg sei der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit das wichtigste Thema für die gesamte Regierung, betont Buchinger den Unterschied zum Bund. "Sei es jetzt das Standortabkommen mit der Industriellenvereinigung, die Aufstockung der aktiven Arbeitsmarktpolitik oder die liberale Haltung in der Raumordnung. Die Politik ist aus einem Guss und hilft der Wirtschaft die notwendigen Arbeitsplätze zu schaffen. Das macht die Investitionen, die gute Beschäftigungsentwicklung erst möglich. Würde man den Unternehmen permanent Prügel vor die Beine werfen, hätte dies Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt - ich denke da nicht nur an den Europark und das Airportcenter, sondern auch an Maco oder Emco in Hallein", so Buchingers Fazit.

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