3 von 4 ÖsterreicherInnen für Post in öffentlicher Hand!

Dringlichkeitsantrag der SPÖ Oberösterreich gegen Post-Ausverkauf

Linz (OTS) - Gemeinsam für mehr Beschäftigung! Unter diesem Motto geht die SPÖ Oberösterreich ins wichtige Jahr 2006. "Wie notwendig unser Engagement ist, zeigt der drohende Ausverkauf bei der Post, der die Versorgungssicherheit der Bevölkerung extrem gefährdet", erklärt SPÖ-Landesparteivorsitzender Erich Haider. "Wir treten weiter ganz entschieden dafür ein, dass die Post als eines der wichtigsten Unternehmen unserer Infrastruktur in öffentlicher Hand bleibt! Wir wissen dabei die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht nur in Oberösterreich, sondern in ganz Österreich hinter uns". Das zeigt jetzt auch die österreichweite und repräsentative market-Umfrage, die letzte Woche für die SP Oberösterreich durchgeführt wurde. "Die Umfrage ist für uns Anlass zu weiteren massiven Aktivitäten gegen den Ausverkauf. So wird die SPÖ am kommenden Donnerstag im Landtag einen Dringlichkeitsantrag einbringen, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, bei der Bundesregierung alles zu unternehmen, um den Börsegang zu verhindern. Es muss Schluss sein mit dem ideologischen Ausverkauf von Familiensilber zum Schaden der österreichischen Bevölkerung!", stellt Haider fest.

Für 77 Prozent der Befragten, also für drei von vier ÖsterreicherInnen, ist es wichtig, dass die Post weiter in öffentlicher Hand bleibt. Dieser Meinung sind nicht nur 87 Prozent der Befragten mit SPÖ-Präferenz, sondern auch 69 Prozent der ÖVP-Wähler, 64 % der Grün-Präferenten und 75 Prozent der FPÖ-Wähler. Hinsichtlich öffentlicher Versorgungsleistungen ist die Meinung der Menschen im Land generell klar: Besser in öffentlicher Hand als privat.

71 Prozent der Befragten meinen, dass von der Privatisierung nur die Anleger profitieren und nicht die Bevölkerung ( SPÖ-Präferenten 81 %, ÖVP-Präferenten 64 %, Grün-Präferenten 66 %, FP-Präferenten 72 %).

69 % glauben, dass sich die Versorgung im ländlichen Raum verschlechtern wird. Das befürchten 75 % der SPÖ-Sympathisanten, 64 % der ÖVP-Sympathisanten, 78 % der Grün-Parteigänger und 72 % der FP-Präferenten.

75 von 100 Befragten sind überzeugt, dass es zu weiteren Schließungen von Postämtern kommt. Bei den SP-Präferenten sind es 77 %. Diese Befürchtung haben auch 68 % der VP-, 89 % Grün- und 81 % der FP-Präferenten.

85 Prozent erwarten nach dem Börsengang einen weiteren Personalabbau. Bei den SPÖ-Präferenten sind das 90 %, bei den ÖVP-Parteigängern 82 %, bei den Grün-Präferenten 84 % und bei der FP-Klientel 100 Prozent. 58 % sind überzeugt, dass das Unternehmen Post durch die Privatisierung geschwächt wird, 37 % glauben nicht an eine Schwächung, 5 Prozent haben dazu keine Meinung.
63 % der SPÖ-Präferenten glauben an eine schwächung, aber auch 55 % der ÖVP-Präferenten, 50 % der Grün-Präferenten und 37 % der FP-Präferenten.
Dass es zu einer Verschlechterung der Zustellqualität kommt, meinen 52 %. Bei den SPÖ-Präferenten sind 61 % von Verschlechterungen überzeugt, bei den ÖVP-Präferenten 40 %, bei den Grünen 45 % und bei FP-Präferenz 50 %.
Die Post, so Haider, sei der nächste traurige Höhepunkt in der bisherigen unrühmlichen Privatisierungsgeschichte der Regierung Schüssel, die ein einziges Desaster auf Kosten der Steuerzahler war. "Der Ausverkauf unserer Betriebe muss sofort beendet werden. Wir werden speziell in Oberösterreich weiter ganz entschieden und gemeinsam gegen diesen Ausverkaufswahn sowie für mehr Beschäftigung im Land eintreten!", so Erich Haider.

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