Lunacek: Unverständnis über Absage für fair gehandelte Blumen am Opernball

Chance für Fairen Handel wird verpasst

Wien (OTS) - "Es ist mir vollkommen unverständlich, warum wegen
des Konflikts um einen - gemessen am Gesamt-Volumen des Opernballs -relativ geringen Sponsoren-Betrag die Organisatorin des Opernballes die Chance vergibt, Werbung für mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel zu machen", bedauert Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen, die Absage für ecuadorianische und kenianische Blumen aus dem Flower Label Programm FLP für den Opernball 2006.

"Gerade der Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft hätte gesteigerte Aufmerksamkeit für den Fairen Handel im allgemeinen, und für Blumen im Besonderen, bedeutet," so Lunacek, und fügt hinzu: "Mir ist schon klar, dass es nicht die Aufgabe des Wiener Opernballs ist, politisch korrektes Handeln zu propagieren. Doch Zusagen sind auch auf dem freien Markt einzuhalten - und die Zusage von Seiten des Opernballes hat es schon Anfang Dezember gegeben, ohne Auflagen bezüglich Sponsorensuche."

"Schade um eine große Chance, breite öffentliche Aufmerksamkeit für ökologisch und sozial gerecht produzierte Blumen in Lateinamerika und Asien zu schaffen - und das im Winter, wo in Mitteleuropa die Schnittblumenproduktion temperaturbedingt so gut wie brach liegt," so Lunacek.

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