Dobnigg protestiert gegen WC-Schließungen in steirischen Bahnhöfen durch die ÖBB

Wien (SK) - "Dass die ÖBB WC-Anlagen in steirischen Bahnhöfen schließen wollen, ist völlig inakzeptabel. Der zuständige Verkehrsminister Gorbach ist dringend aufgefordert, diesen Unsinn der ÖBB-Führung abzustellen", sagte heute SPÖ-Abgeordneter Karl Dobnigg gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Laut Schreiben der ÖBB an die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden sollen die öffentlichen WC-Anlagen in den Bahnhöfen Mautern, Kalwang und Wald am Schoberpass mit 1. Februar 2006 geschlossen werden. Falls die Gemeinden Interesse am Weiterverbleib der WC-Anlagen haben, könnten diese - so die ÖBB in ihrem "großzügigen" Angebot - in die "Obsorge der kommunalen Verwaltung" übergeben werden. Auf der WC-Schließungsliste sollen auch die Bahnhöfe Leoben-Göss und Hinterberg stehen.

"Mit diesem Vorgehen befinden sich die ÖBB auf dem völlig falschen Weg. Denn zu einem modernen Kundenservice gehört selbstverständlich, dass man im Interesse der Kunden bereit ist, in die Reinigung der WC-Anlagen, die den ÖBB nun zu teuer sind, zu investieren. Hier zu sparen, zeigt die negative Einstellung der ÖBB zu ihren Kunden. Das ist kein zukunftsweisender Weg. Auf der einen Seite wird Werbung für das Umsteigen vom Auto auf die Bahn gemacht, und auf der anderen Seite stehen die Kunden dann vor geschlossenen WC-Türen. Und das Abschieben von Betriebspflichten einfach auf die Gemeinden ist inakzeptabel. Der zuständige Verkehrsminister Gorbach hat nun in der Beantwortung meiner parlamentarischen Anfrage die Möglichkeit, Stellung zu nehmen und über die weiteren abstrusen Pläne der ÖBB aufzuklären. Er wird erklären müssen, wo und wie die Menschen, die auf einen Zug warten, in Zukunft ihre Notdurft verrichten sollen, wenn das Klo zugesperrt ist, und wie er den derart schikanierten Personen, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen ihre menschlichen Bedürfnisse nicht so gut kontrollieren bzw. nicht so lange aufschieben können, entgegenkommen will. Und er wird erklären müssen, wie er und die ÖBB verhindern wollen, dass die nähere Umgebung der Bahnhöfe bzw. das Bahnhofsgelände selbst angesichts fehlender WC-Anlagen nicht hygienisch beeinträchtigt werden", so Dobnigg abschließend. (Schluss) se/mm

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