Morak: "Content is the King" - Informelles EU-Kulturministertreffen Cannes während der MIDEM

Österreich heuer Jahr auf der MIDEM auch mit Mozartklangwolke präsent

Wien (OTS) - Im Rahmen der europäischen Musikfachmesse MIDEM luden der französische Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres und EU Kommissar Jan Figl zu einem informellen Kulturministertreffen ein, um gemeinsam mit Fachleuten Fragen der europäischen Musikindustrie und ihres Beitrags zu Wachstum und Beschäftigung sowie Fragen des Urheberrechts insbesondere im Zusammenhang mit dem Online-Musikmarkt sowie die Mobilität von Kunstschaffenden in der EU zu diskutieren.

"Content is the king" fasste Staatssekretär Franz Morak den Schwerpunkt, den Österreich in dieser Diskussion legt, zusammen. "Wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit Europas sichern wollen, müssen hier noch Anstrengungen unternommen werden - unter anderem im Bereich des Urheberrechts als Grundlage künstlerischen Schaffens, im Bereich der Sensibilisierung der Politik und der Konsumenten", betonte Morak. Österreich werde daher im März ein entsprechendes Expertenseminar veranstalten, um die Vielfalt der europäischen Inhalte in den Bereichen Film, Fernsehen, Musik, Internet, Printmedien und Buch zu analysieren. Der europäische Mehrwert solle herausgearbeitet und Fragen wie unter anderem Piraterie und staatlicher Beihilfen diskutiert werden. Morak unterstrich das große Wachstumspotential der Kreativwirtschaft, betonte aber, dass es letztendlich die Kreativen und Kulturschaffenden seien, die das erst ermöglichen. "Stellen wir also die Leistungen unserer Kreativen in den Mittelpunkt. Hier hat Europa ein enormes Potential, das es auszuschöpfen und zu fördern gilt", unterstrich der Staatssekretär.

So fand im Rahmen der MIDEM gestern Abend in Cannes die Mozart Klangwolke statt, ein Streifzug durch Mozarts Musikschaffen in verschiedenen Stilrichtungen von Klassik bis zu Jazz, Pop und Elektronik. "Cannes ist während der MIDEM das Zentrum des europäischen Musikgeschäfts. Es geht um Quoten, Verkaufszahlen, Geschäftsabschlüsse. Das lässt uns glauben, Ereignisse wie diese wären das Maß aller Dinge. Menschen wie Wolfgang Amadeus Mozart haben hingegen ein für alle Mal klargestellt: Was zählt ist das Genie, das Werk und der Glaube an die Unantastbarkeit der Kunst. Ohne sie ist der Markt nur der Markt! Stupid", so Morak abschließend.

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