Agrarmesse:Tolle Plattform für Landwirte, Jäger und Fischer

LH Haider: Ländlicher Raum soll durch Gesetz gefördert und gesichert werden - LR Martinz: Kärnten wird sich 2006 als Genussland positionieren

Klagenfurt (LPD) - Die Bedeutung der Landwirtschaft bzw. des Arbeitsplatzes Bauernhof für Kärnten hoben heute, Freitag, in Klagenfurt Landeshauptmann Jörg Haider und Agarreferent LR Josef Martinz im Rahmen der Eröffnung der "Agrarmesse Alpen-Adria" und der "Weidwerk & Fischweid" in ihren Reden hervor. Damit die Landwirtschaft sich auch in den nächsten Jahren weiter gut entwickle bzw. der Arbeitplatz Bauernhof ernstgenommen werde, schlug der Landeshauptmann ein vom Landtag und der Landesregierung ausgearbeitetes Gesetz zur Förderung, Sicherung und zum Schutz des ländlichen Raumes vor. "Kärnten hätte damit eine Vorreiterrolle in Österreich", so Haider.

Einen großen Stellenwert habe auch die Produktion von heimischen Landwirtschaftprodukten. Der Wirtschaftsreferent erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung, die Mehrwertsteuer für heimische Pro-dukte gegenüber Importprodukten zu senken. Klare Worte gab es von Haider auch zur Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU. Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft sei eine brutale Herausforderung für die heimische Landwirtschaft, die in den letzten Jahren viele Reformchancen genutzt habe. Ungleiche Wettbewerbsbedingungen müssten jedoch rasch ausgeschaltet werden, sonst würde der Mittelstand zu Grunde gehen.

Für die wirtschaftliche Struktur des Landes seien Kärntens Voller-werbs- und Nebenerwerbslandwirte unverzichtbar. "Ohne die bäuerliche Kultur und Lebensweise wäre Kärnten enorm arm, so Haider. Die Messe sei eine gute Plattform die neuen eingeschlagenen Wege in der Landwirtschaft der Bevölkerung näher zu bringen.

"Die Messe hat nicht nur eine große Bedeutung für die Land- und Forstwirtschaft, sondern auch für die Konsumenten", hob Agrarreferent Martinz den Stellenwert der dreitägigen Veranstaltung hervor. Daher habe er sich vorgenommen, im heurigen Jahr das "Genussland Kärn-ten" deutlich zu positionieren. Damit würden die Landwirtschaft und der ländliche Raum gestärkt und auch das Image Kärntens als Agrarland gesteigert werden. In der neuen EU-Förderperiode sei die Stärkung des ländlichen Raumes ein wesentliches Anliegen. Dafür stünden jährlich 42 Millionen Euro zur Verfügung, gab Martinz bekannt. In Kärnten wolle er die gentechnikfreie Zertifizierung und den Ausbau der Biomasseanlagen im ländlichen Raum weiter forcieren, nannte Martinz zwei weitere Arbeitsschwerpunkte für das heurige Jahr.

Die positive Entwicklung der Landwirtschaft in den letzten zehn Jah-ren hob auch Landwirtschaftskammer-Präsident Walfried Wutscher in seinen Grußworten hervor. "Durch gezieltes Marketing, eine Qualitäts-und Genussoffensive, hat die Landwirtschaft wieder Fuß gefasst." Wutscher zitierte auch eine Umfrage über die Wertigkeit der Berufe. Laut ihr liegen die Landwirte mit 83 Prozent an dritter Stelle. "Die beste Krisenvorsorge ist die heimische, landwirtschaftliche Produktion", legte auch Wutscher ein klares Bekenntnis für den Arbeitplatz Bauernhof ab.

Die Bedeutung der Messe für die Stadt und das Land stellte Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher in den Mittelpunkt seiner Rede. Die Vermarktung Kärntens spezifischer Produkte sei wichtig und müsse forciert werden. Scheucher erwähnte in diesem Zusammenhang den Anbau des Klagenfurter Weines, der heuer erstmals auf der GAST ver-kostet werden könne.

Bei der Agrarmesse handelt es sich um die größte und bedeutendste Landwirtschaftsfachmesse im Alpen-Adria-Raum. 260 Aussteller prä-sentieren in drei Messetagen ein breit gefächertes Ausstellungsspektrums rund um die Landtechnik, den Saatbau, um Dünge-und Futtermittel sowie den Stallbau, die Viehzucht und den Obstbau bis hin zur Fischzucht und Jagdausrüstung. Ein neues Thema widmet sich heuer der Imkerei. Aufgrund des Neubaues der Messehalle 2, sie wurde im Anschluss von Messpräsident Walter Dermuth feierlich eröffnet, konnte die Ausstellungsfläche um rund 1.800 Quadratmeter vergrößert werden.

Hochkarätige Referenten und viel Information bietet auch das ab-wechslungsreiche Rahmenprogramm während der drei Messetage. So lädt morgen, Samstag, die Kärntner Jägerschaft ab 9 Uhr zum "Wild-ökologischen Informationstag" zum Thema "Die Rotwildsituation in Kärnten". Sonntag findet ab 10 Uhr der "Kärntner Fischereitag" statt.

Geöffnet sind die beiden Fachmessen täglich von 9 bis 18 Uhr.

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(S E R V I C E: Infos unter www.kaerntnermessen.at)
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