Volksbank Investmentbank: Schwache Entwicklung an den Aktienmärkten

Ölpreis auf höchstem Stand seit September

Wien (OTS) - Die vergangene Woche brachte bei den wichtigsten Unternehmen eine schwache Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten. Grund waren erneut gestiegene Ölpreise und die Veröffentlichung von durchwachsen ausgefallenen Quartalszahlen, schreibt die Volksbank Investmentbank in ihrem wöchentlichen Finanzmarktkommentar. Der ATX allerdings konnte - unterstützt durch deutliche Kurszuwächse bei der Aktie des Indexschwergewichts OMV (5,2 Prozent) - deutlich zulegen und markiert aktuell sogar einen neuen Rekordstand.
In den USA haben bis dato 90 der 500 Unternehmen aus dem S&P 500 Index ihr Ergebnis über das vierte Quartal präsentiert. 60 Prozent davon haben die Markterwartungen übertroffen, 23 Prozent lieferten ein Ergebnis, das unter den Erwartungen lag. In den nächsten Tagen wird sich die Zahl der Veröffentlichungen deutlich erhöhen. Alleine aus dem 30 Werte umfassenden Dow werden 15 Unternehmen ihre Zahlen präsentieren. Mit einigen Impulsen daraus erwartet die Volksbank Investmentbank auf Wochensicht mehrheitlich leichte Kurssteigerungen an den Aktienmärkten. Die Entwicklung des Ölpreises wird weiterhin einen Risikofaktor darstellen.

Diese sind in den vergangenen Tagen wegen des Atomstreits mit dem Iran und den Unruhen in Nigeria weiter gestiegen. Sowohl der Preis für leichtes US-Öl als auch für Brent befindet sich aktuell mit USD 67,2/Fass bzw. USD 65,9/Fass auf dem höchsten Niveau seit September 2005.

Der US-Dollar hat sich in den letzten Tagen im Verhältnis zum Euro seitwärts entwickelt. Im Vorfeld der nächsten US-Notenbanksitzung (31. Januar) erwartet die Volksbank Investmentbank auch in den nächsten Tagen wenig Veränderung des Währungspaars.

Die Anleiherenditen haben sich in der Eurozone und den USA nur wenig verändert. Auch hier sollte sich auf Wochensicht wenig verändern. Ein gewisses renditepositives Überraschungspotenzial birgt die Veröffentlichung der ersten offiziellen Schätzung zum Wachstum der US-Wirtschaft im vierten Quartal (Markterwartung: 2,8 Prozent Q/Q annualisiert; Q3: 4,1 Prozent).

Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia hat sich im Januar auf 3,3 Punkte (Dezember: 10,9) abgeschwächt. Eine Zahl über Null signalisiert ein Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes der Region um Philadelphia, die als wichtiger Indikator für die landesweite Entwicklung gilt. Die US-Einzelhändler haben im Dezember um 0,7 Prozent (November: 0,8 Prozent) mehr umgesetzt als im Monat davor. Begünstigt durch Preisnachlässe ist vor allem der Automobilabsatz deutlich gestiegen. Ohne den stark schwankenden Autosektor ist der Einzelhandelsumsatz lediglich um 0,2 Prozent (November: -0,4 Prozent) gewachsen. Die Gesamterzeugung der Fabriken, Bergwerke und Versorger (Industrieproduktion) wuchs im Dezember in den USA um 0,6 Prozent (November: 0,8 Prozent), die Kapazitätsauslastung stieg auf 80,7 Prozent (November: 80,3 Prozent) und damit auf den höchsten Stand seit November 2000. Die Verbraucherpreise sind in den USA im Dezember vor allem wegen niedrigerer Energiepreise um 0,1 Prozent (November: -0,6 Prozent) zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um 3,4 Prozent (November: 3,5 Prozent).
In der Eurozone ist die Industrieproduktion im November um 1,3 Prozent (Oktober: -0,7 Prozent) gestiegen. Der Index der Konsumentenpreise für Dezember erhöhte sich um 0,3 Prozent (November:
-0,3 Prozent) bzw. 2,2 Prozent J/J (November: 2,3 Prozent).

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