Verzetnitsch: Menschen wollen ein Europa der Arbeit, Gerechtigkeit und Solidarität

Ettl sieht Chance auf eine vernünftige Dienstleistungsrichtlinie

Villach (ÖGB) - "Was nützt den 32 Millionen Arbeitssuchenden ‚Flexibilisierung durch Sicherheit’, sie brauchen Arbeit", rief ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch zum Abschluss der ÖGB-BetriebsrätInnenkonferenz den TeilnehmerInnen in Anspielung auf die Tagesordnung der nur wenige hundert Meter entfernt tagenden EU-Arbeits- und Sozialminister zu.++++

Der ÖGB-Präsident forderte mehr Balance zwischen Worten und Taten von den Verantwortlichen der EU ein und meinte: "Ich kann es schon nicht mehr hören, wenn es immer heißt: die EU hat das beschlossen, die WTO hat das beschlossen." Verzetnitsch weiter: "Überall sitzen VertreterInnen des jeweiligen Landes mit am Tisch und entscheiden mit."

Flexibilität forderte der ÖGB-Präsident auch von den UnternehmerInnen und stellte zum Stand der Verhandlungen über die EU-Arbeitszeitrichtlinie fest: "Wir wollen keine Richtlinie durch die jene, die Arbeit haben, länger arbeiten müssen, und der Rest steht draußen ohne Job."

In Sachen Dienstleistungsrichtlinie gab sich der EU-Abgeordnete und Gewerkschafter Harald Ettl optimistisch, dass durch das Parlament eine vernünftige Lösung zustande komme. Eingebunden seien auch die europäischen GewerkschafterInnen. Wichtig sei, dass Arbeitsrecht, Kommunale Dienstleistungen sowie das Gesundheits- und Sozialwesen nicht durch die Dienstleistungsrichtlinie beeinträchtigt werden.(ff)

ÖGB, 20. Jänner 2006
Nr. 38

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