Pirklhuber: Grüne unterstützen Forderungen der IG-Milch

Keine Kürzung für Grünlandbetriebe im neuen ÖPUL

Wien (OTS) - "Es sind endlich politische Konsequenzen daraus zu ziehen, dass jeden Tag neun Milchviehbetriebe zusperren müssen, Jeder landwirtschaftliche Betrieb bringt im vor- und nachgelagerten Bereich weitere zwei bis drei Arbeitsplätze, die unverzichtbar sind für den ländlichen Raum," kommentiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen Wolfgang Pirklhuber die heutige Pressekonferenz der IG-Milch. Eine flächendeckende, nachhaltige Milcherzeugung sei nur bei fairen Preisen möglich, betont Pirklhuber.

"Bei den derzeit stattfindenden Finanzverhandlungen für das neue Agrarumweltprogramm (ÖPUL) 2007-2013 darf es zu keinen Kürzungen oder Benachteiligungen für die Grünlandbetriebe kommen. Auch durch die neuen Investitionsförderungen darf der Strukturwandel nicht beschleunigt werden durch die Förderung von Intensivierungsmaßnahmen, sondern sollen Weichen gestellt werden für moderne, tierfreundliche Haltungssysteme," fordert Pirklhuber.

Die österreichische und die europäischen Landwirtschaft müsse zu einer Richtungsentscheidung kommen: soll es eine Landwirtschaft geben die nachhaltig produziert und die Kulturlandschaft erhält oder soll der bisherige Weg der Intensivierung, der unweigerlich in der industriellen Landwirtschaft mündet, der Arbeitsplätze killt, der die Umwelt zerstört und Tierfabriken hervorbringt, fortgesetzt werden. Pirklhuber begrüßt die Bemühungen im Europäischen Parlament, die Zustimmung zum EU-Finanzrahmen von einer stärkeren ökologischen Ausrichtung der Landwirtschaft abhängig zu machen. "Die österreichische und europäische Landwirtschaft muss endlich Rahmenbedingungen dafür setzen, dass der Strukturwandel gebremst, Dumping gestoppt und eine ökologische Produktion zu fairen Preisen möglich ist", verlangt Pirklhuber.

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