Rosenkranz: Substitol aus Drogenersatzprogramm nehmen

Anhebung der Mindeststrafen für Drogendelikte

Wien (OTS) - Aufgrund des Todes einer sechzehnjährigen Schülerin durch eine Überdosis Substitol forderte heute FPÖ-Gesundheitssprecherin Barbara Rosenkranz, dieses Mittel aus dem Drogenersatzprogramm zu nehmen. Substitol habe schon eine Reihe von Toten verursacht und führe durch Mißbrauch häufiger als jedes andere Ersatzmittel zum Tode, und zwar vor allem bei jungen, nicht "routinierten" Drogenabhängigen.

Rosenkranz begründete ihre Forderung damit, daß Substitol suchtverlängernd wirke und das Prinzip der Abstinenzorientiertheit unterlaufe. Dies widerspreche den diesbezüglichen UNO-Konventionen als auch dem Grundsatz "Therapie statt Strafe", da es sich ja in Wahrheit um keine Therapie handle, sondern nur um eine Verlängerung der Drogensucht mit einem anderen Mittel.

Das Ziel muß laut Rosenkranz aber ein Ende der Drogenabhängigkeit der jeweils betroffenen Person sein. Substitol sei hier völlig ungeeignet und im Grunde auch inhuman, denn wer dieses Mittel nehme, bleibe weiterhin abhängig und habe eigentlich keine Chance, aus dem Teufelskreis der Sucht auszubrechen.

Die freiheitliche Gesundheitssprecherin wies auch darauf hin, daß Substitol oft auf dem Schwarzmarkt gehandelt werde. Dies könne dann zu letalen Folgen führen. Auch diese Gefahr rechtfertige ein rasches Verbot dieses Mittels.

Weiters sprach sich Rosenkranz für eine Anhebung der Mindeststrafen für Drogendelikte aus. Dealer würden dadurch effektiver abgeschreckt. Dies wäre auch deshalb effizienter, weil die Höchststrafe im Grunde rein fiktiv sei, angewendet werde sie praktisch nie.

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