Blecha: Pensionskürzungen gelten "lebenslänglich"

Protestwelle gegen Pensionskürzungen

Wien (SK) - Eine Protestwelle haben die gestern von der Arbeiterkammer veröffentlichten Zahlen zur negativen Entwicklung der Pensionshöhen ausgelöst. PVÖ-Präsident Karl Blecha sprach daraufhin von "Pensionsraub". ****

Im Pensionistenverband macht man jetzt auf einen Umstand aufmerksam, der vielen Pensionisten erst jetzt klar wird: Der Wertverlust der Pensionen, entstanden durch Nichtanpassungen bei Neupensionen im 1. Jahr, den weit unter der Teuerung erfolgten allgemeinen Pensions-Anpassungen und durch die erhöhten Krankenversicherungsbeiträge, hat nämlich zur Folge, dass die Pension dauerhaft, lebenslänglich und uneinholbar gekürzt bleibt.

Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha forderte die "ÖVP-Propagandisten" Tancsits und Lopatka auf, die Zahlen der Arbeiterkammer, die den Pensionsraub belegen, endlich anzuerkennen und "zuzugeben, dass die Regierung Schüssel schlecht für Österreichs Pensionisten war". Blecha: "Wenn die ÖVP schon nicht der Arbeiterkammer glaubt, dann soll sie sich doch einmal bei Österreichs Pensionisten umhören. Und vor allem soll die Regierung Österreichs Pensionisten nicht für dumm erklären, wenn sie in sündteuren und noch dazu falschen Werbeprospekten von der 'Erhaltung der vollen Kaufkraft' schreibt."

Der monatliche Kaufkraft-Verlust einer mittleren Pension von monatlich brutto 1.500 Euro (Netto: 1.215 Euro) beträgt laut Arbeiterkammer 93 Euro (in Schilling: 1.280). Auf's Jahr gerechnet beträgt der Verlust rund 1.300 Euro (bzw. fast 18.000 Schilling). (Schluss) wf/mm

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