Broukal empfiehlt Enzenhofer "genaueren Blick hinter die Kulissen"

Finnische Kinder fühlen sich in der Schuler besser unterstützt

Wien (SK) - "Nach dem Versuch, einen Scheinzusammenhang zwischen finnischem Schulsystem und Jugendarbeitslosigkeit herzustellen, übt sich Oberösterreichs Landesschulratspräsident Enzenhofer im Aufbau der nächsten Schimäre: die unglücklichen finnischen Schülerinnen und Schüler. Auch hier wäre eine genauere Analyse angebracht, Herr Präsident", so SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal in Bezug auf Aussagen Enzenhofers in den "Oberösterreichischen Nachrichten" und der Tageszeitung "Neues Volksblatt" vom 20.Jänner 2006. Enzenhofers Argumentation stütze sich auf eine banale Erhebung der Weltgesundheitsorganisation, in der SchülerInnen die Frage gestellt wurde: "Fühlt ihr euch in der Schule sehr wohl?" Broukal rät daher, einen genaueren Blick auf die PISA-Studie 2003 zu werfen. Darin werde in Finnland wie in Österreich nach Unterstützung beim Lernen und Hilfestellung durch LehrerInnen gefragt. Broukal: "Da zeigt sich deutlich, dass die finnischen Kinder und Jugendlichen wesentlich zufriedener mit schulischen Unterstützungsmaßnahmen sind, als österreichische." ****

Die Frage, "die Lehrerin/der Lehrer unterstützt beim Lernen", beantworteten in der PISA-Studie 87 Prozent der finnischen SchülerInnen positiv. Lediglich 45 Prozent der österreichischen Kinder beantworten diese Frage mit "Ja". 77 Prozent der finnischen SchülerInnen sind der Meinung, dass "die Lehrerin/der Lehrer zusätzlich unterstützt, wenn Hilfe nötig" ist - nur 59 Prozent der österreichischen SchülerInnen haben das Gefühl, zusätzliche Hilfestellungen zu bekommen. "Hier haben Sie noch viel zu tun Herr Präsident. Ich wäre glücklich, wenn die nächste PISA-Untersuchung ergeben würde, dass in Österreich (und damit auch in Oberösterreich) sehr viel mehr Schülerinnen und Schüler mit den Unterstützungsangeboten der Schule zufrieden sind. Kämpfen Sie dafür Herr Präsident, von Bildungsministerin Gehrer endlich eine ausreichende Zahl an Lehrerposten zu bekommen. Kämpfen Sie darum, endlich das Geld für zusätzliche Förder- und Stützmaßnahmen zu bekommen", so Broukals abschließender Appell. (Schluss) cs/mp

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