Gusenbauer kritisiert massiven Kaufkraftverlust für Pensionisten

SPÖ ersucht den Rechnungshof, die Entwicklung der ASVG-Pensionen von 2000 bis 2006 hinsichtlich der Wirkung auf die realen Einkommen der Pensionisten zu untersuchen

Wien (SK) - "Die Pensionskürzungen sind evident. Die Kaufkraft der Pensionen wurde ganz dramatisch reduziert. Ich finde es beschämend, dass die Regierung Tatsachen, die jede Pensionistin und jeder Pensionist auf dem Pensionsbescheid ablesen kann, so einfach abstreiten will", sagte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Donnerstag Abend bei einer Diskussionsveranstaltung mit Pensionisten im Rahmen der Startklar-Tour in Reutte. Um in dieser Frage endgültig Klarheit zu bekommen, will die SPÖ, dass der Rechnungshof die Entwicklung der realen Nettopensionen im Zeitraum 2000 bis 2006 untersucht. ****

Die Arbeiterkammer hat diese Berechnung schon durchgeführt. Demnach gab es für beinahe alle Gruppen von Pensionisten eine reale Kürzung der Pension; die Nettopensionshöhe ist nach den Pensionsanpassungen signifikant niedriger, als sie es wäre, wenn die Pensionen jedes Jahr im Ausmaß der Teuerungsrate erhöht worden wäre. Die Pensionisten verloren mithin an Kaufkraft.

Für Gusenbauer gibt es keinen Grund, an der Gültigkeit der AK-Berechnung zu zweifeln, aber nachdem von Regierungsseite diese Berechnung in Frage gestellt wird, schlägt Gusenbauer vor, endgültig Klarheit zu schaffen, indem der Rechnungshof sich der Sache annimmt. Die SPÖ wird also den Rechnungshof ersuchen, die Entwicklung der ASVG-Pensionen von 2000 bis 2006 hinsichtlich der Wirkung auf die realen Einkommen der Pensionisten zu untersuchen.

Kurswechsel in Pensionspolitik dringend notwendig

Die SPÖ fordert die Wertsicherung der Pensionen. Die jährliche Anpassung muss die Teuerung abgelten, betonte Gusenbauer, "wir wollen, dass die ältere Generation fair behandelt wird." Außerdem spricht sich Gusenbauer für eine Verbesserung des Pensionsrechts aus. Generell soll gelten: 45 Jahre Erwerbszeit für Männer bzw. 40 Jahre für Frauen sind genug für eine abschlagsfreie Pension.

Für Frauen will die SPÖ überdies die Zeit von Kindererziehung und erziehungsbedingter Teilzeit besser bewerten. Denn nach den Pensionsreformen der Regierung drohe sehr vielen Frauen akute Armut im Alter, warnte Gusenbauer. Er betonte: "Nach den Jahren der Pensionskürzungen durch Schüssel und Haider ist auch in der Pensionspolitik ein Kurswechsel dringend notwendig." (Schluss) wf

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