Scheuch zu Flat Tax: Große Erfolge in osteuropäischen Staaten

BZÖ für Vereinfachung des Steuersystems - Entlastung des Mittelstandes durch BZÖ-Modelle eine Flat Tax und Business Tax

Wien (OTS) - Das BZÖ erneuert heute seine Forderung nach einer Vereinfachung des Steuersystems und Umsetzung der BZÖ-Modelle einer "Flat Tax" und einer "Business Tax". Anlass sind die gestrigen Medienberichte über die großen Erfolge, die osteuropäische Staaten mit der Flat Tax verbuchen. Dem Beispiel Estlands, das bereits 1994 einen einheitlichen Steuersatz von 24 Prozent eingeführt hat, sind bereits 8 weitere mittel- und osteuropäische Staaten gefolgt. "Die Erfolge sind enorm: So kann Estland auf ein jährliches Wirtschaftswachstum von fast 10 Prozent verweisen, während die Wirtschaft vor Einführung der Flat Tax um 30 Prozent pro Jahr schrumpfte", so Bündnissprecher NRAbg. DI Uwe Scheuch. In all diesen Staaten sei die Steuermoral gestiegen und die Wirtschaft angekurbelt worden.

Das BZÖ-Modell einer "Flat Tax für Österreich" sieht vor, dass anstelle der beiden mittleren Steuersätze (23 Prozent und 33,5 Prozent) nur mehr ein Steuersatz zur Anwendung kommt. Der Spitzensteuersatz soll unverändert bleiben, die Bemessungsgrundlage aber von derzeit 51.000 auf 84.000 Euro Jahreseinkommen angehoben werden. Bei der "Business Tax" gehe es um die steuerliche Gleichbehandlung aller Unternehmen. Das jetzige Einkommenssteuerrecht sieht drei Besteuerungen von betrieblichen Einkünften vor, das bedeute einen großen bürokratischen Aufwand und schränkt das Wachstum ein. Mit dem BZÖ-Modell einer einheitlichen Unternehmensbesteuerung werde Rechtsformneutralität geschaffen.

Scheuch betont, dass etwa der langjährigen estnische Premierminister Mart Laar, der die Flat Tax in seinem Land so erfolgreich eingeführt hat, Christdemokrat ist. Daher könne er Kritik am Modell einer Flat Tax gerade aus den Reihen der ÖVP nicht verstehen. "Mit unserem Modell einer Vereinfachung des Steuersystems im Sinne einer Flat Tax und einer Business Tax wollen wir für eine klare Entlastung des Mittelstandes sorgen und es den Bürgern ermöglichen, auch als Steuerlaie das österreichische Steuersystem zu verstehen. Das wird die Akzeptanz entscheidend erhöhen", so der Bündnissprecher. Dass nun auch der Finanzminister für eine einheitliche Unternehmensbesteuerung eintritt und damit das BZÖ-Modell eins zu eins übernommen hat, freut Scheuch. "In der Steuerreform-Arbeitsgruppe werden wir darauf Drängen, dass es zu einer raschen Umsetzung unserer Entlastungsoffensive und damit zu einer wirklichen Entlastung des Mittelstandes kommt." (Schluss)

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