EU-Ministertreffen Villach: Kickl: Österreichischer Steuerzahler finanziert Schlemmerei

Ein Bankett jagt das andere

Wien (OTS) - "Wann arbeiten diese Herrschaften eigentlich?" Diese Frage stellte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl heute im Zusammenhang mit dem EU-Ministertreffen in Villach.

Betrachte man das Tagungsprogramm, habe man den Eindruck, daß es sich um ein Treffen europäischer Gourmets und Gourmands handle, meinte Kickl. Auf dem Speiseplan fänden sich Köstlichkeiten wie Tartare vom Bachsaibling oder geschmorter Tafelspitz auf Artischocken-Olivenragout. Ein Bankett jage das andere. Unterbrochen werde diese vom österreichischen Steuerzahler finanzierte Schlemmerei nur durch kurze Sitzungen, die insgesamt nicht mehr als sechs Stunden in Anspruch nähmen.

Dividiere man die bei der Tagung verbrachte Zeit durch die Summe der Teilnehmer, könne man sich vorstellen, wie "intensiv" sich diese in die für Europa so wichtige Sozialdebatte einbrächten. Dies läßt laut Kickl nur zwei Schlußfolgerungen zu: "Entweder sie haben schlagkräftige Lösungen an der Hand oder es handelt sich bei der ganzen Veranstaltung um eine reine Augenauswischerei.

Überhaupt könne man nur den Kopf schütteln, wenn der Sozialbereich in einem luxuriösen Ambiente und mit einem Rahmenprogramm diskutiert werde, das selbst für den verwöhntesten Teilnehmer keine Wünsche offen lasse, sagte Kickl. Hier wäre wesentlich mehr Bescheidenheit angebracht. Ein durchschnittlicher österreichischer Arbeitnehmer oder gar ein Arbeitsloser könne sich nämlich keine Menüs um 37 Euro leisten. Dies sei eine Verhöhnung aller Menschen, die jeden Cent zweimal umdrehen müßten, bevor sie ihn ausgeben könnten.

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