Strasser: NÖ Hilfswerk begrüßt Diskussion zur Pflegeversicherung

Inflationsangepasstes Pflegegeld, Pflegeversicherung und Pflegeberatungsscheck

St. Pölten (OTS) - "Das NÖ Hilfswerk begrüßt die Diskussion zur Pflegeversicherung. Wir können uns leider nicht darauf verlassen, dass unsere Betreuung im Alter finanziell abgesichert ist", so Dr. Ernst Strasser, Präsident des NÖ Hilfswerks. Heute leben in ganz Österreich 540.000 hilfs- und pflegebedürftige Menschen ihrem Wunsch gemäß zuhause. Der Großteil davon, nämlich über 80 % wird von pflegenden Angehörigen betreut, zum Teil mit der Unterstützung mobiler Dienste. Diese Zahl wird sich bis 2015 auf 800.000 erhöhen.

Das Hilfswerk als größte Organisation in der mobilen Betreuung steht allen Diskussionen und Überlegungen zur Finanzierung der Pflege im Alter offen gegenüber. Strasser: "Es ist offensichtlich, dass ergänzende Finanzierungsmodelle notwendig sind. Wir geben aber zu bedenken, dass man sich sehr genau und verantwortungsbewusst Vor- und Nachteile einzelner Modelle ansehen muss. In eine überlegte Diskussion bringen wir sehr gerne unsere Erfahrungen ein."

Aufgrund veränderter Familienstrukturen wird die Pflege in Zukunft nur bedingt durch Angehörige übernommen werden können: Mobile Dienste wie das Hilfswerk können den Familien Entlastung und den Pflegebedürftigen Lebensqualität in den eigenen vier Wänden bieten. Denn schließlich haben 82 % aller Menschen den Wunsch, zuhause alt zu werden, wie eine Hilfswerk-Studie unter SeniorInnen 70+ aus dem Frühjahr 2005 ergibt. Zur Information und Bewusstseinsbildung veranstaltet das Hilfswerk heuer zum wiederholten Male eine große Infotour durch ganz Österreich: Ab 21. April informiert das Hilfswerk unter dem Motto "Pflegejahre. Lebensjahre." über Älterwerden & Pflege, Vorsorge & Sicherheit.

"Die einzige Chance, diesen zusätzlichen Pflegebedarf organisatorisch und finanziell zu bewältigen, ist die Weiterentwicklung der Hauskrankenpflege als ein integraler Bestandteil des österreichischen Gesundheitswesens. Dazu gehört neben dem Pflegegeld, das der Inflation jeweils anzupassen ist, sowie einer möglichen Pflegeversicherung auch ein Pflegeberatungsscheck zur Entlastung der Angehörigen", so Strasser abschließend.

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